Kommentar zum EZB-Entscheid„Besser jetzt einen Schock, als später einen Crash“

EZB-Chef Mario Draghi will künftig deutlich weniger Anleihen kaufen. Doch das ändert noch lange nichts, sagt Daniel Schäfer, Handelsblatt-Ressortleiter Finanzen, in seiner Einschätzung über die Notenbankpolitik.
  • 3

Kommentare zu " Kommentar zum EZB-Entscheid: „Besser jetzt einen Schock, als später einen Crash“"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ihre Anregung unterstütze ich voll.

  • Sehr geehrter Herr Schäfer,

    nicht, dass ich anderer Meinung wäre. Aber wenn man über crash-Gefahren redet, sollte man die Blasen auch beziffern. Der deutsche Rentenmarkt kommt im Mittel der Laufzeiten auf ein KGV von rund 1 000. Immobilien in Großstädten notieren oft mit einem KGV von 30 bis 40. Für den DAX errechnet sich hingegen ein KGV von 14.

    Nichts gegen schlaue Ratschläge an Herrn Draghi. Aber mir wäre es lieber, wenn sich der Herr Ressortleiter um die Interessen seiner Leser kümmern würde. Vor dem Hintergrund von crash-Gefahren bietet sich das Thema "asset allocation" geradezu an. Können Sie sich daran erinnern, wannn Ihr Blatt dieses kriegsentscheidende Thema das letzt Mal aufgegriffen hat?

  • Das ist eine katastrophale Entscheidung. Die Assetpreise werden weiter aufgeblasen, die Regierungen müssen weiter keine ernsthaften Reformen in Angriff nehmen. Durch das Nichtzulassen von heilsamen Krisen mit billigem Geld, wird die Bereinigung nur vor sich hergeschoben und wird umso härter ausfallen, je länger diese künstliche Beatmung anhält. In der Zwischenzeit läßt sich relativ risikolos Geld verdienen mit der Gefahr, dass man beim Platzen der Blase den schwarzen Peter in Form von Assets mit hohem Leverage in der Hand hält.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%