Eine Familie beim Autokonzern: Einmal Daimler, immer Daimler

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Eine Familie beim Autokonzern
Einmal Daimler, immer Daimler

Erst der Urgroßvater und Großvater, jetzt der Papa und der Bruder - die ganze Familie arbeitet bei Daimler und Jennifer Kaiser jetzt auch. Die Mechatronikerin hat bei dem Stuttgarter Autobauer ihre Ausbildung gemacht, jetzt folgt die Meisterprüfung.

Kommentare zu " Eine Familie beim Autokonzern: Einmal Daimler, immer Daimler"

Alle Kommentare
  • @Der_Techniker
    Genau deshalb blätter ich die Unterlagen ja noch durch - die Hoffnung stirbt bekanntlich zum Schluß ;-)

  • @teflon
    mein Tip: Wenn ihnen mal eine Bewerbungsmappe von einem DAG-Mitarbeiter auf dem Tisch liegt, der keine oder wenige Schulungsnachweise beigelegt hat und der auch sonst einen geerdeten Eindruck macht, dann laden sie ihn zum Vorstellungsgespräch ein.
    Das könnte dann durchaus einer sein, der Biss hatt und nicht mehr für andere mitarbeiten will. Diese Leute haben dann häufig eben nicht die Zeit sich ständig zu fragen: "Ach, welchen Kurs mach ich denn mal dieses Jahr?"

    Auch in Großunternehmen gibt es richtig fähige Leute, die im Mittelstand auch eine gute Figur machen würden. Wenn sie gute Kontakte zu DAG haben kennen sie sicherlich auch welche.

    Allerdings sind diese Leute speziell unter den Eigengewächsen wirklich sehr rar - also den Leuten, die ihre Ausbildung und evtl. ein internes Studium bei DAG oder einem ähnlich großen Unternehmen absolviert haben.

  • Ich habe täglich mit DAG-Produkten & Projekten zu tun - gleichzeitig hab ich auch -je nach den alle 2-3 Jahren anstehenden "Entlassungswellen" (geht grad wieder los mit dem "Fit for leadership"-Programm) auch einen Haufen Bewerbungen von Daimler-Leuten, denen es am Hintern dann sehr heiß wird, auf dem Tisch. Die Bewerbungsmappe ist knallvoll mit Schulungsnachweisen & erworbenen Qualifikationen ...alles ganz nett, nur leider sind 99,9% davon massiv überfordert, bei einem Mittelständler zu arbeiten - besonders die Leute vom Band sind völlig unbrauchbar, da sie nur wie dressierte Affen einstudierte Arbeitsgänge können und mehr ist einfach nicht los mit denen. Von den aufgerufenen Gehaltsvorstellung sprech ich noch nicht mal-da lach ich nur noch und schüttel den Kopf- Ergebnis: Mappen von DAGlern blätter ich nur noch in einer halben Minute kurz durch und dann gehen die ruck-zuck wieder zum Absender zurück.
    Der Laden in Sifi muss aktuell echt aufpassen - die kommende S-Klasse mutiert gerade zum technischen Totalverlust - der Reifegrad ist absolut unterirdisch - deshalb wurde ja der Serienanlauf vorerst um 3 Monate nach hinten verschoben...und selbst das reicht wahrscheinlich nicht aus. Wenn ich mir so die Daimlerkisten im unsrigen Fuhrpark anschaue & fahre, dann frag ich mich schon, was da "Premium" sein soll - da sind BMW / Audi in vielen Bereichen um Lichtjahre voraus - selbst die recht jungen Nobelmarken der Japaner & Koreaner sind min. auf Augenhöhe angekommen.
    Daimler ist absolut am Scheideweg angekommen - und den steigenden Druck merkt man den Leuten in Sifi auch an - sie agieren noch viel hektischer & kopfloser als sonst.

  • Oberflächlich gesehen ein schöner Film.
    Allerdings zeigt er bei genauerem Hinsehen die Gefahren auf, die entstehen wenn sogar über Generationen hinweg keine neuen Arbeitserfahrungen in eine Familie getragen werden. Wie Teflon schon sagte hat das den Geruch von Inzest, der eine völlige Betriebsblindheit hevorbringt. Wenn eine ganze Belegschaft so tickt, dann wird es schwierig innovativ zu sein.
    Das belegen meines Erachtens auch die Verkaufszahlen von Daimler im Vergleich zu anderen Premiumherstellern.
    Ich habe beruflich bisher nur am Rande mal mit Daimler zu tun gehabt - es war allerdings genug um mitzubekommen wie große Budgets unsinnig verschwendet wurden. Von dem Geld kam wenig im Auto an…
    Was die hochqualifizierten Facharbeiter angeht: Die Tätigkeiten die im Film gezeigt wurden sind einfach(st)e Tätigkeiten am Band. Das hat nichts mit hoher Qualifikation zu tun.
    In Unternehmen in denen der Druck auf die Produktpreise höher sind, werden solche Tätigkeiten im Nu nach Osteuropa oder China/Indien verlagert - und das bei gleicher Qualität der Arbeit. Das ist leider wirklich so.
    Schön für die gezeigte Familie, daß sie eine warme Nische gefunden hat in der sie für die geleistete Arbeit sicher vergleichsweise fürstlich entlohnt werden.
    Wenn es aber stimmt, daß in Sindelfingen wirklich 39000(!!!) Leute beschäftigt sind, dann würde mich das wenn ich Anfang zwanzig wäre dazu bringen auch immer einen Plan B zu in der Tasche zu haben.
    Da ist sicherlich im Unternehmen noch reichtlich Speck vorhanden, der abtrainiert werden kann.
    Ein Ausflug in gewisse Gegenden des Ruhrgebiets, die vor wenigen Jahrzehnten noch florierten würde die Familie vielleicht ein wenig erden/zum Nachdenken anregen.

  • Bei uns in der Familie hat zwar noch keiner "beim Daimler" g'schafft (wie es hier so heißt), aber den Stern habe ich schon mit der Muttermilch aufgesogen. Flosse, Strich-8, 123er, 124er, 201er - ich bin mit ganz wenigen Ausnahmen immer in Sternträgern gefahren bzw. am Anfang gefahren worden. Die Modelle ab dem 201er gefallen mir nicht mehr und sie entsprechen auch nicht mehr der Qualität, die ich von dieser Firma erwarte und damit verdient Mercedes mit mir nur noch via Ersatzteile für meine alten Recken W115 und W123.

  • So einen tumben Kommentar habe ich noch selten gelesen. Mir als ehemaliger Kunde von Mercedes wäre es sehr recht, wenn die gegelten Jüngelchen mit den Einser-Abgangsnoten, die bei Mercedes dann die "Controller"-Pöstchen besetzen, in dieser Firma verdorren würden und wieder aufrichtigen Technikern und erfahrenen Praktikern Platz machen würden. Dann käme auch vielleicht wieder diese "unoptimierte" Qualität heraus, die die Mercedesse früher hatten. Mit einem "so koh mr des ned mache" dieser Praktiker waren damals sämtliche Ansinnen nach Verbilligung eines Bauteils vom Tisch. Das sollten Sie sich mal hinter die Ohren schreiben, Herr aus HH. Als gebildeter Akademiker ziehen Sie sich die Hosen vermutlich mit der Beißzange an, oder?

  • Wenn jemand aufgrund eines fehlenden akademischen Titels auf "Unbildung" schließt, ist dies für mich ein Zeichen von Dummheit. Gerade die deutsche Wirtschaft lebt von seinen Facharbeitern, Meister und Technikern. Gruß nach HH

  • Haben wir eigentlich schon vorher gewusst: Die, die drin sind, bleiben drin. Die, die draußen sind, bleiben draußen. Was immer drin und draußen bedeuten mag. Hier ist es Daimler. Man darf es ruhig weiter verallgemeinern. Daimler steht für gute bis sehr gute wirtschaftliche Verhältnisse. Ist es vielleicht jede Autofirma? Oder ist es die gesamte, verhätschelte Exportwirtschaft Deutschlands?

  • Daimler wird noch an seinem Inzest ersticken...wenn man in Sifi 5000 Kostgänger aus allen Ebenen an die Luft setzen würde, dann wäre das unmerkbar. Ich hab selten einen so satten, selbstverliebten, arroganten und unfähigen Verein wie Daimler in Sindelfingen gesehen...
    2013 wird höchstspannend...wenn die Modellpflege der E-Klasse am Markt floppt und die S-Klasse die Katastrophe wird, die sich in den letzten Produktionstests gerade ankündigt, dann wird es recht schnell "ruhig" beim Stern.
    Verkauft die Hütte endlich an den Gosn oder baut endlich wieder Autos, die in Preis-Leistung auch Premium sind...und nicht nur billiger Designschrott

  • Familienwerbung im HB oder eher Werbung für Daimler? Wie soll man es verstehen? Was gibt es hier zu berichten?

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