Neues Sparpaket„Die Griechen werden noch ärmer“

Die griechische Regierung hat ein weiteres Sparprogramm auf den Weg gebracht, trotz massiver Proteste der Bürger. Doch der weitere Rettungsversuch trifft auf Skepsis. Robert Halver mit einer Einschätzung der Risiken.
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Kommentare zu " Neues Sparpaket: „Die Griechen werden noch ärmer“"

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  • Die Wahrheit : Der EURO ist ein politisches Projekt und kann ohne ein gemeinsames Wirtschafts- und Finanzministerium + Länderfinanzausgleich (Transfer-Union) nicht funktionieren.
    Die administrativen Voraussetzungen versucht man durch Ersatzinstitutionen (IWF, ESM etc.) zu schaffen, die einem Defizitland Sparprogramme auferlegen, um notwendige Transfers, die als Kredite getarnt werden, zu minimieren.
    Fazit : Griechenland-Kenner wissen, dass das Land in einer Währungsunion und auch außerhalb einer Währungsunion i m m e r auf Transfers angewiesen sein wird, wenn die Lebensverhältnisse in der EU einigermaßen angeglichen werden sollen.
    Die Frage bleibt : Welche Lebensverhältnisse sollen den Griechen zugestanden werden ?
    Die Griechenland gewährten Kredite sind verloren, da es sich – zutreffend - um getarnte Transfers handelt.

  • Halver soll begründen, wie er sich eine EU unter der Einheitswährung Euro vorstellt!
    Auch ihm sollte klar sein, dass es ohne eine Transferunion auf Dauer nicht geht.
    Oder eben die Rückkehr zu nationalen Währungen mit Auf- und Abwertungsmöglichkeit.
    Also Halver, was wollen Sie uns genau sagen?
    Machen Sie mal konkrete Vorschläge, wie der Euro ohne ständig weitere notwendige Struktur- und Abbaureformen beim „Personal“ funktionieren soll? Werden die anderen EU-Staaten durch Sparmaßnahmen wieder konkurrfenzfähig, dann sind Sie der Erste, der uns erzählt, dass es in D eine Agenda 2030 geben muß, um unsere verlorene Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen.

  • @ Rainer von Horn
    "Nein, durch neue Hilfspakete werden die Deutschen noch ärmer, als sie sind."

    Ja, aber die Deutschen werden etwas SPÄTER ärmer, als ohne die Hilfspakete.
    Angie, Wolfgang und Jens können also abends noch etwas länger gut einschlafen ("kicking the can down the road") - und das ist das Wichtigste. ;-)
    Aber ansonsten haben Sie natürlich Recht. Ich zitiere auch immer wieder gerne aus diesem nun bereits sieben Jahre alten Artikel:
    "«Vier Europäer, ein Grieche, ein Portugiese, ein Spanier und ein Italiener, besuchen ein Bordell. Welcher bezahlt?» – «?» – «Der Deutsche.» – Der politisch durchaus unkorrekte Volksmund scheint den Kern des Problems besser zu treffen als manch intellektuelles Wortgemenge mit viel Halbwahrheiten und Halbmoral: Die Europäische Union ist zu einer Transfergemeinschaft verkommen. An die Stelle eigenverantwortlichen Eingehens von Zahlungs- und anderen Verpflichtungen ist die Erwartung getreten, ein übergeordnetes Kollektiv werde die Betreffnisse schon irgendwie regeln...
    Irrtum Nummer drei des Volksmunds: der reiche Deutsche. Es gibt ihn gar nicht. Mit dem «Hilfspaket» rettet er sich ja vor allem selber. Aus der einen Hosentasche in die andere, und beide sind nicht nur leer, sondern haben auch noch Löcher."
    https://www.nzz.ch/des_kaisers_neue_kleider-1.6259279

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