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HANDELSBLATT, Donnerstag, 20. September 2007, 13:36 Uhr
Aktualisierung des Rankings im Herbst

Handelsblatt Ranking VWL: Journal-Liste überarbeitet


Das Handelsblatt hat die Auswahl und Gewichtung der Fachzeitschriften, die für das Ökonomen-Ranking Volkswirtschaftslehre (VWL) herangezogen werden, überarbeitet. Bei der 2007er-Ausgabe des Handelsblatt-Ökonomen-Rankings, die im Herbst erscheinen soll, werden insgesamt 220 Fachzeitschriften berücksichtigt. 49 Journale wurden neu in die Liste aufgenommen, sieben Zeitschriften gestrichen.


Wie im vergangenen Jahr folgt das Handelsblatt bei der Erstellung der Zeitschriftenliste einem objektiven, regelgebundenen Verfahren. Wir orientieren uns für Auswahl und Gewichtung an Journal-Rankings anderer renommierter Institutionen. Dieses Verfahren soll eine objektive Journalauswahl gewährleisten und dafür sorgen, dass nur die ökonomischen Fachzeitschriften berücksichtigt werden, die über internationales Renommee verfügen.

Die2007er-Journalliste des Handelsblatts wurde erstmals auf der Basis von drei Journalrankings erstellt – im vergangenen Jahr basierte sie nur auf zweien. Wie 2006 wird die Rangliste von Combes/Linnemer (veröffentlicht im Journal of the European Economic Association, 2003) herangezogen sowie die – im Sommer 2007 überarbeitete – Tinbergen-Liste.

Drittes Journalranking wird mitberücksichtigt

Neu ist, dass darüber hinaus das neue Journal-Ranking des Kieler Instituts für Weltwirtschaft mit berücksichtigt wird. In diesem Journalranking werden insgesamt 125 Fachzeitschriften in fünf Qualitätsklassen (A, B, C,D, E) eingeteilt. Das Handelsblatt berücksichtigt die Journals aus den Grupnnen A bis D.

Die Berücksichtigung dieser dritten Journalliste führt dazu, dass mehrere jüngere Zeitschriften mitberücksichtigt werden, unter anderem die drei Online-Journals von Berkeley Electronic Press (BE „Frontiers“, BE „Advances“ und BE „Contributions“) sowie der „Review of Economic Dynamics“.

Zudem hat die Berücksichtigung dieser dritten Liste zur Folge, dass mehr im deutschsprachigen Raum herausgegebene Fachzeitschriften mit in das HB-Ranking einfließen – insbesondere der „German Economic Review“, die „Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik“ sowie „Empirical Economics“.

Diese Zeitschriften, die alle in der Tinbergen-Liste nicht vorkommen, werden von der Institution, die das Journalranking erstellt hat, in die vierte Qualitätsstufe eingeteilt und damit als C-Journals betrachtet. Sofern sie bei Combes/Linnemer in der fünften der sechs Qualitätsgruppen geführt werden, bekommen im Handelsblatt-Ranking ein Gewicht von 0,2 Punkten. Dies ist gilt u.a. für den „German Economic Review“ und die „Jahrbücher“. C-Journals, die wie „Empirical Economics“ bei Combes/Linnemer in der sechsten und niedrigsten Qualitätsstufe geführt werden, bekommen im Handelsblatt-Ranking ein Gewicht von 0,1 Punkten.

Insgesamt führt die Berücksichtigung der IfW-Journalliste dazu, dass 32 zusätzliche Zeitschriften beim Handelsblatt-Ranking mitberücksichtigt werden. Die gesamte neue Journalliste finden sie hier, eine Übersicht über die neu aufgenommenen Zeitschriften hier.

Neue Statistik-Journals

Darüber hinaus gibt es bei der Zeitschriftenauswahl im Handelsblatt-Ranking 2007 eine weitere Neuerung: Für das Fachgebiet der Statistik wurde die Liste der betrachteten Zeitschriften zusätzlich erweitert. Grund dafür ist, dass alle drei herangezogenen Zeitschriften-Listen die internationalen A- und B-Journals im Bereich der Statistik nur sehr unzureichend abdecken. Dies machten Vertreter der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Statistik sowie der Deutschen Statistischen Gesellschaft dem Handelsblatt in Gesprächen deutlich.

Gemeinsam mit diesen Vertretern wurden auf Basis der ISI-Impact-Faktoren 17 A- und B-Journals aus dem Bereich der Statistik ausgewählt, die künftig im Handelsblatt-Ranking betrachtet werden, darunter die „Annals of Statistics“. Bei der Gewichtung dieser Zeitschriften orientiert sich das Handelsblatt neben den ISI-Impactfaktoren an einem Journalranking des Dortmunder Fachbereichs Statistik, das dort für kumulative Habilitationen maßgeblich ist und Statistik-Journals in drei Qualitätsgruppen einteilt. Eine Übersicht über die neu aufgenommenen Statistik-Journals finden Sie hier.

Nicht mehr berücksichtigte Zeitschriften

Sieben Journals, die 2006 für das Handelsblatt-Ranking berücksichtigt wurden, werden 2007 nicht mehr betrachtet. Gestrichen wurden Zeitschriften, die anders als im vergagnenen Jahr in der 2007er-Version der Tinbergen-Liste nicht mehr enthalten sind, und die weder im Ranking der deutschen Institution noch bei Combes/Linnemer als „C“-Journal bewertet werden. Eine Übersicht über die nicht mehr betrachteten Journals finden sie hier.

Geänderte Gewichtung

In wenigen Fällen wurde die Gewichtung von Zeitschriften leicht modifiziert – wenn sich die Gewichtung in der 2007er-Version der Tinbergen-Liste im Vergleich zum Vorjahr änderte sowie bei Zeitschriften, die nicht bei Tinbergen gelistet sind und im neuen, dritten Journalranking deutlich anders bewertet werden als in dem vergleichsweise alten Ranking von Combes/Linnemer.

Weitere Hinweise

Die Publikationsdaten für die Einzelforscher wird das Handelsblatt in den meisten Journals für die Jahre bis Ende 2006 auf der Grundlage der Datenbank des Thurgauer Wirtschaftsinstituts (TWI) an der Universität Konstanz erweitern. Forscher, die 2007 in denen neuen Journals publiziert haben oder von denen dort Arbeiten im Erscheinen begriffen sind, werden gebeten, sich beim Handelsblatt per Mail unter der Adresse hb.oekonomieseite ät vhb.de zu melden.

Zwischenzeitliche Überlegungen, auch Zeitschriften wie „Nature“ und „Science“ zu berücksichtigen, wurden wieder verworfen.

Das Handelsblatt freut sich über Kommentare und Anmerkungen zur neuen Handelsblatt-Journalliste. Bitte schreiben Sie an hb.oekonomieseite ät vhb.de


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