Wirtschaft, Handel & Finanzen AKTIE IM FOKUS 2: Commerzbank setzen sich nach Zahlen an Dax-Spitze

(neu: Aktienkurs, Analysten, mehr Details)
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  • dpa

FRANKFURTDie Anleger haben am Dienstag mit Aktienkäufen auf den Quartalsbericht der Commerzbank reagiert. Mit einem Kursplus von 2,3 Prozent setzten sich die Papiere an die Spitze des Dax . Damit verblieben sie jedoch in der Handelsspanne der vergangenen Wochen, die von 10 bis gut 11 Euro reicht. Analysten fanden einige kritikwürdige Punkte im Zahlenwerk des Geldhauses.

Positiv überrascht hat die Bank vor allem beim Überschuss. Dieser übertraf mit 250 Millionen Euro die Konsensprognose der Analysten um gut 40 Prozent. Allerdings profitierte die Bank davon, dass sie in den ersten drei Monaten so gut wie keine Steuern zahlen musste.

Lobend hob Kian Abouhossein von JPMorgan die Rückstellungen für problematische Kredite hervor. Mit 77 Millionen Euro lägen diese deutlich unter der Konsensschätzung von 107 Millionen Euro. "Das deutet darauf hin, dass die Commerzbank die belastenden Schiffsfinanzierungen aus der Welt geschafft hat", sagte der Analyst. Aus diesem Grund habe die Bank im Segment notleidender Kredite statt des erwarteten Verlustes einen Gewinn erzielt.

Schwach habe die Bank dagegen im Geschäft mit Unternehmenskunden abgeschnitten, so der Experte weiter. Mit 145 Millionen Euro liege der operative Gewinn in diesem Segment unter der Konsensprognose. Abouhossein empfiehlt die Aktie weiter mit "Neutral". Die Commerzbank zähle zwar zu den am stärksten von steigenden Marktzinsen profitierenden Geldhäusern Europas, doch das Marktumfeld bleibe eine Herausforderung für das Kreditinstitut.

Mit einer Kursrally von mehr als 70 Prozent zählten die Aktien der Commerzbank im vergangenen Jahr zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt. Doch seit dem jüngsten Hoch von Ende Januar bei knapp 14 Euro - es war der höchste Kurs seit fast vier Jahren - haben die Papiere merklich an Schwung verloren. Sie büßten vom genannten Hoch aus mehr als 20 Prozent ein.

Anke Reingen von der Bank RBC Capital sprach von einem enttäuschenden Trend bei den Einnahmen. Gleichzeitig lägen die Kosten auf das Jahr gerechnet über den Zielen der Bank und im ersten Quartal auch über der Konsensprognose von Analysten. Die Aussagen des Finanzhauses zur Dividende deuteten indes auf eine Jahresdividende von 0,20 Euro je Aktie hin - mehr als die gegenwärtige Konsensschätzung. Die Expertin bestätigte die Einstufung der Aktie mit "Sector Perform".

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