Wirtschaft, Handel & Finanzen AKTIE IM FOKUS 3: RTL brechen ein - Anleger sorgen sich um Jahresziele

(neu: Kurs aktualisiert, weiterer Analystenkommentar)
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  • dpa

FRANKFURTBelastungen durch den starken Euro haben am Donnerstag bei den Aktionären von RTL Sorgen um die Jahresprognosen des Konzerns geschürt. Die Papiere sackten am Nachmittag im Index der mittelgroßen Werte um 8,47 Prozent auf 65,35 Euro ein, während es für den MDax moderat nach oben ging. Der RTL-Kurs fiel auf den niedrigsten Stand seit November 2017.

Das Medienunternehmen klammert bei der Umsatzprognose für 2018 jetzt mögliche Folgen eines weiterhin starken Euro aus. Um Währungsschwankungen bereinigt soll der Umsatz um 2,5 bis 5,0 Prozent wachsen. RTL spürt den starken Euro vor allem bei der Produktionstochter Fremantle, die in London residiert und viel Geschäft in den USA macht.

Zudem verweist RTL-Chef Bert Habets darauf, dass das Erreichen der Prognose wegen der Fußballweltmeisterschaft noch stärker vom Geschäft im Herbst und Winter abhängt als in anderen Jahren. RTL hat keine Rechte für die Übertragung des Turniers. Analyst Lucas Boventer von Warburg Research rechnet denn auch damit, dass sich das sportliche Großereignis im zweiten Quartal und in gewissem Umfang auch im dritten Quartal negativ auf RTL auswirken dürfte.

Nach der zuletzt recht guten Kursentwicklung liefere das nicht gerade Argumente für die Aktien, sagte Marktexperte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel. So hatten sich die Papiere gerade erst vom Kursrutsch infolge eines enttäuschenden Ergebnisausblicks Anfang März erholt. Da waren sie bis Ende März um rund 8 Prozent bis auf 65,55 Euro gefallen. Seither hatten sie wieder um fast 10 Prozent zugelegt.

Zudem enttäuschten Altmann zufolge die Zahlen für ersten Quartal - "trotz einer ganz guten Entwicklung in Deutschland". Der Umsatz stagnierte im abgelaufenen Jahresviertel bei knapp 1,42 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel um knapp zwei Prozent auf 259 Millionen Euro. Dazu trug aber auch eine teure Trainerentlassung beim französischen Fußballclub Girondins Bordeaux bei, der über den Sender M6 zum Konzern gehört.

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