Wirtschaft, Handel & Finanzen Fresenius-Chef bestätigt Mittelfristziele - 'Ambitioniert aber realistisch'

Der Bad Homburger Medizinkonzern Fresenius SE hält trotz eines durch die Euro-Stärke verdorbenen Jahresstarts an seiner Mittelfristprognose fest. Die Ziele seien zwar ambitioniert, aber durchaus realistisch, sagte Konzernchef Stephan Sturm am Freitag laut Redetext auf der Hauptversammlung in Frankfurt.
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  • dpa

Bis 2020 sollen demnach die Erlöse im Schnitt um sieben bis zehn Prozent pro Jahr steigen. Beim Gewinn erwartet Fresenius im Mittel ein Plus von acht bis zwölf Prozent pro Jahr. Analysten trauen dem Konzern derzeit allerdings deutlich weniger Umsatzplus zu.

Fresenius treibt derzeit sein Wachstum mit zahlreichen Investitionen voran. Im vergangenen Jahr war das Unternehmen durch eine Übernahme von einer Sparte des Darmstädter Merck-Konzerns in das Geschäft mit biotechnologisch hergestellten Nachahmerpräparaten (Biosimilars) eingestiegen, die Tochter Fresenius Medical Care (FMC) hatte im Bereich Heimdialyse zugekauft. Auch die auf Flüssigmedizin spezialisierte Tochter sollte erweitert werden.

Doch die geplante rund 4,8 Milliarden Dollar schwere Übernahme des US-Generikaherstellers Akorn ließ der Konzern kürzlich wegen Betrugsvorwürfen gegen die Amerikaner platzen. Beide Seiten streiten demnächst vor einem US-Gericht. Sturm rechnet damit, dass das Verfahren spätestens 2019 abgeschlossen sein sollte, sagte er am Rande des Aktionärstreffens der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Dennoch will Fresenius 2018 das 15. Rekordjahr in Folge erzielen. Im ersten Quartal waren Umsatz und Gewinn wegen der Euro-Stärke allerdings zurückgegangen. Doch weil der Konzern in allen Sparten und Regionen wachsen konnte, bleibt Sturm zuversichtlich.

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