Wirtschaft, Handel & Finanzen Ölpreise geben nach

Die Ölpreise sind am Montag deutlich gesunken. Die Militärschläge der USA, Frankreichs und Großbritanniens gegen Ziele in Syrien vom Wochenende konnten nicht stützen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni kostete am Abend 71,69 US-Dollar. Das waren 90 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai fiel um 91 Cent auf 66,48 Dollar.
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  • dpa

Bereits kurze Zeit nach den Militärschlägen gegen Syrien hatte US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, dass die "Mission vollendet" sei. Am Ölmarkt wird daher die Gefahr einer Eskalation der Lage im Nahen Osten als begrenzt eingeschätzt. Auch der britische Außenminister Boris Johnson hatte die Militärschläge als eine einmalige Aktion bezeichnet.

Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank spielt auch die Reaktion Russlands eine wichtigen Rolle für den Handel am Ölmarkt. Sie begründeten den Rückgang der Ölpreise damit, dass die angekündigte harte Antwort Russlands auf den Militärschlag ausgeblieben sei. Allerdings seien die geopolitischen Spannungen nicht gänzlich vom Tisch, hieß es in einer Analyse. "Sie könnten in Kürze erneut eine Preisrallye entfachen", schrieben die Commerzbank-Experten.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern überwiegt derzeit wieder etwas die Erwartung einer starken Ölförderung in den USA gegenüber der Furcht vor einer Eskalation im Nahen Osten.

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