Wirtschaft, Handel & Finanzen ROUNDUP: Zahldienstleister Wirecard verdient weiter gut am Online-Shopping

Der aufs Bezahlen im Internet spezialisierte Dienstleister Wirecard kann weiter auf die ungebrochene Shoppinglust im Netz setzen. Das TecDax -Schwergewicht startete auch ins neue Jahr mit einem kräftigen Gewinnplus. "Digitalisierung steht in vielen Branchen erst ganz am Anfang und nimmt weltweit an Geschwindigkeit zu", sagte Vorstandschef Markus Braun am Mittwoch in Aschheim bei München.
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  • dpa

Wirecard bietet Händlern vor allem im Internet die Abwicklung von Zahlungen bei Einkäufen an und verdient daran über Gebühren mit. Darüber hinaus will Wirecard auch im Geschäft mit mobilen Bezahlfunktionen für Verbraucher wachsen.

Das Transaktionsvolumen auf der eigenen Abwicklungsplattform wuchs im ersten Quartal auch dank Zukäufen außerhalb Europas um mehr als die Hälfte auf 26,7 Milliarden Euro. Knapp 50 Prozent der Transaktionen kommen dabei aus dem Versandhandel mit Konsumgütern, ein Drittel sind Zahlvorgänge für digitale Güter wie Musik- und Softwaredownloads oder Sportwetten. Hinzu kommen zum Beispiel Zahlungen von Reisen und Hotelübernachtungen. Unter dem Strich machte Wirecard 70,8 Millionen Euro Gewinn und damit 46,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Aktie des Unternehmens hatte unmittelbar nach dem Handelsbeginn auf ein Rekordhoch bei 125,20 erreicht, prallte danach aber hiervon wieder ab. Am späten Vormittag lag das Papier rund 0,7 Prozent im Minus. Die Wirecard-Aktie hat seit längerem einen guten Lauf. In diesem Jahr allein legte der Kurs um knapp ein Drittel zu. Mittlerweile ist der Zahlungsabwickler an der Börse 15,2 Milliarden Euro wert und damit mehr als die Commerzbank .

Dass das Tagesgeschäft zum Jahresauftakt gut gelaufen war, hatte Wirecard bereits Ende April mitgeteilt. Der Umsatz war um mehr als die Hälfte auf 420,4 Millionen Euro geklettert, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 38 Prozent auf gut 112 Millionen Euro. Die Prognose für das operative Ergebnis bestätigte das Management.

Analyst Knut Woller von der Baader Bank rechnet weiterhin damit, dass Wirecard den erst im April erhöhten Ausblick für das Gesamtjahr übertreffen kann. Das Unternehmen peilt derzeit 520 bis 545 Millionen Euro beim operativen Ergebnis an. Woller rechnet jedoch mit 572 Millionen Euro. Die durchschnittlichen Schätzungen der von Bloomberg befragten Analysten liegen am oberen Ende der Prognosespanne.

Branchenexperte Mohammed Moawalla von Goldman Sachs sprach ebenfalls von guten Resultaten, verwies aber auch auf eine gesunkene operative Marge. Augenscheinlich sei sie Ausdruck von Integrationskosten für die jüngsten Zukäufe. Am Markt würden aber die mittelfristigen Wachstumsperspektiven von Wirecard noch immer unterschätzt.

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