Wirtschaft, Handel & Finanzen WDH/ANALYSE/Merrill Lynch: Investoren stoßen europäische Aktien ab

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  • dpa

NEW YORKTrotz der Rally an Europas Börsen: Anleger haben zuletzt reichlich Kapital aus europäischen Aktien abgezogen. In den vergangenen zehn Wochen summierten sich die Abflüsse auf gut 22 Milliarden US-Dollar, wie aus der wöchentlichen Erhebung der Bank of America Merrill Lynch zu den Kapitalflüssen an den weltweiten Finanzmärkten hervorgeht. Der Dax hat in diesem Zeitraum um gut 6 Prozent zugelegt auf den höchsten Stand seit Anfang Februar. In der zu Ende gehenden Woche zogen Anleger 800 Millionen US-Dollar aus europäischen Aktien ab.

Angesagt waren dagegen Aktien von Pharma- und Technologie-Unternehmen. Diese verbuchten weltweit Zuflüsse von 700 beziehungsweise 500 Millionen Dollar. "Investoren bevorzugen Wachstumswerte", lautete die Begründung der Analysten.

Ganz vorn in der Gunst der Anleger lagen den Angaben zufolge Zinspapiere von Banken. Der Zufluss in diese Assets sei mit 900 Millionen Dollar der höchste seit mehr als einem Jahr gewesen. Bankenanleihen hätten von der zunehmenden Erwartung profitiert, dass die Federal Reserve die Leitzinsen in diesem Jahr mehr als drei mal erhöhen könnte.

Gleichzeitig hätten Anleger jedoch aus Finanzwerten insgesamt, also über alle Anlageklassen hinweg, in den vergangenen drei Wochen 1,6 Milliarden Dollar abgezogen. Das sei insofern relevant, als Mittelabflüsse aus Finanzwerten in den Jahren 2017 und 2013 jeweils den Zinshochs an den Anleihemärkten vorausgegangen sein, hieß es weiter.

Am wenigsten angesagt seien Barmittel gewesen. Nur knapp 10 Prozent des verwalteten Vermögens der Privatkunden der Bank of America Merrill Lynch sei in Cash angelegt - so wenig wie noch nie zuvor.

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