+++ Sturmtief +++ Orkantief Sabine – der Newsblog zum Nachlesen

Tief Sabine hat seine Spuren in Deutschland hinterlassen. Einsatzkräfte hatten in vielen Regionen viel zu tun. Der Newsblog.
09.02.2020 Update: 18.05.2020 - 12:21 Uhr Kommentieren
Die Lage am Dienstagmorgen:

  • Die Kaltfront von Orkantief „Sabine“ hat Deutschland verlassen – das stürmische Wetter ist aber noch da. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist am Dienstag mit Schauern sowie mit stürmischen Böen und Sturmböen zu rechnen. Im Alpenvorland und in Hochlagen seien sogar orkanartige Böen möglich. Die Nordseeküste müsse sich auf Sturmfluten einstellen. 
    Hier die Warnkarte auf der Website des DWD

  • In Süddeutschland meldeten die Einsatzstellen der Polizei auch in der Nacht auf Dienstag noch eine Vielzahl umgestürzter Bäume. In der Region Freiburg und im Hochschwarzwald rückten Einsatzkräfte zu zahlreichen Einsätzen aus, viele Straßen waren am frühen Morgen noch gesperrt. Auch in Südbayern beschäftigten auf Straßen liegende Bäume und Stromausfälle die Einsatzkräfte.

  • Richtung Norden wurde es ruhiger: In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz waren noch vereinzelt Bäume durch den Sturm umgefallen, einzelne kleinere Straßen noch gesperrt. Insgesamt war die Lage aber deutlich ruhiger als noch am Montagmorgen. Auch über weitere Verletzte gab es zunächst keine Informationen. 

  • Die Deutsche Bahn will ihren Fernverkehr am Dienstagmorgen ohne größere Einschränkungen wieder aufnehmen – am Vormittag seien einzelne Probleme aber nicht zu vermeiden, hieß es. Im Regionalverkehr werde es vor allem in Bayern und Baden-Württemberg zunächst noch Einschränkungen geben. Auch auf hessische Strecken waren in der Nacht erneut Bäume gestürzt – hier seien vereinzelt Einschränkungen zu erwarten.
    Blog der Bahn mit aktuellen Informationen
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Stefan Kaufmann
Sturmtief „Sabine" wütet in den Niederlanden und der Schweiz
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Laura Lang
Der Sturm „Ciara“, der in Deutschland „Sabine“ heißt, hat im äußersten Norden der Mittelmeerinsel Korsika in Böen ein Tempo von 219 Stundenkilometer erreicht.
 
Der Sturm löste auf der zu Frankreich gehörenden Ferieninsel erhebliche Verkehrsprobleme aus – betroffen waren Fährverbindungen zum Festland und Flüge, wie der Radionachrichtensender Franceinfo berichtete.
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Stefan Kaufmann
Schleswig-Holstein: Gischt spritzt auf die Mole des Fähranlegers in Dagebüll. An der Nordseeküste könnte es zu Sturmfluten kommen.
Bild: dpa
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Stefan Kaufmann
Großbritannien: Ein Feuerwehrmann steht in Brentwood vor einem Auto, das in einen kleinen Krater gestürzt ist, der über Nacht auf der Straße entstanden ist.
Bild: dpa
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Stefan Kaufmann
Bayern: In Oy-Mittelberg liegt dieses vom Sturm abgetragene Dach eines Seminarhauses auf der Wiese.
Bild: dpa
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Stefan Kaufmann
Polen: In Kolberg ist ein Baum auf ein parkendes Auto gestürzt.
Bild: dpa
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Anne Schwedt
In Europa wütet „Sabine“ als Wirbelsturm „Ciara und hat insgesamt schon mindestens acht Menschenleben gekostet. In England und in Slowenien starben zwei Männer, deren Autos jeweils von einem umstürzenden Baum getroffen wurden. In Polen an der Grenze zur Slowakei wurden nach Polizeiangaben eine Mutter und ihre Tochter getötet, als der Wintersturm das Dach eines Ski-Verleihs fortriss und auf Menschen in der Nähe eines Skilifts schleuderte.

In Schweden kam ein Mann um, als sein Boot auf dem Fegen-See kenterte. Er wurde an Land gespült und starb später. Eine weitere Person, mit der der Mann in dem Boot unterwegs war, wird laut einem Bericht der Zeitung „Aftonbladet“ noch vermisst. In der Schweiz und in Tschechien kamen zwei Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, die durch den Sturm ausgelöst wurden. In Deutschland starb ein Fahrer, der seinen Lastwagen in einen Anhänger fuhr.
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Domenico Sciurti
In der Schweiz ist ein Mann bei einem Verkehrsunfall gestorben, der nach Angaben der Polizei wahrscheinlich durch starken Wind ausgelöst wurde. Wie die Kantonspolizei Freiburg mitteilte, geriet der Anhänger eines 35-Jährigen auf die Gegenfahrbahn und krachte dort mit dem Auto eines 36-Jährigen zusammen. Die Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod des 36-Jährigen feststellen. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass der Anhänger durch den Sturm auf die Gegenfahrbahn gedrückt wurde.
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Claudia Scholz
Stärkere Schäden hat der während des Sturms auf das Dach des Frankfurter Doms gestürzte Kran angerichtet. Der schwer beschädigte Baukran wird vorerst gesichert und kann aber voraussichtlich erst Mitte der Woche entfernt werden.
Stärkere Schäden hat der während des Sturms auf das Dach des Frankfurter Doms gestürzte Kran angerichtet. Der schwer beschädigte Baukran wird vorerst gesichert und kann aber voraussichtlich erst Mitte der Woche entfernt werden.   Bild: DPA
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Lisa Kim Nguyen
Die Deutsche Bahn (DB) rechnet auch am Dienstag mit Zugausfällen und Verspätungen. Vor allem im Werdenfelser Land rund um Garmisch-Partenkirchen und im Allgäu seien immer noch Bahnstrecken blockiert, teilte die DB am späten Montagnachmittag mit. „Andernorts läuft der Zugverkehr wieder an.“ An mehr als 100 Stellen seien Schäden behoben worden. „Vor allem umgestürzte Bäume auf Oberleitungen und Gleise blockierten die Strecken.“
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Lisa Kim Nguyen
Ein Mann ist in Thüringen vom Dach seines Hauses geweht worden. Er sei schwer verletzt nach Erfurt in ein Krankenhaus gekommen, sagte eine Sprecherin des Landratamtes des Ilm-Kreises am Montag. Angesichts des Sturmtiefs „Sabine“ habe der Mann am Sonntagabend versucht, das Dach seines Hauses in Bechstedt-Wagd, einem Ortsteil des Amtes Wachsenburg, zu sichern.
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Lisa Kim Nguyen
Das Innenministerium NRW teilt mit: Sturmtief „Sabine“ hat im gesamten Bundesland 21.724 Einsatzkräfte der Feuerwehr und 7.128 Einsätzen von Hilfsorganisationen gefordert (Stand: 10.02.2020, 12 Uhr). Hinzu kommen 2.927 Einsätze der Polizei (Stand: 6 Uhr). Insgesamt wurden in NRW 13 Menschen durch den Sturm verletzt. Ein 17-Jähriger in Paderborn wurde von einem herabfallenden Ast am Kopf getroffen und schwebte in Lebensgefahr. Sechs Menschen verletzten sich schwer, unter ihnen zwei Einsatzkräfte. Außerdem gab es noch sechs Leichtverletzte, darunter zwei Retter. 
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Lisa Kim Nguyen
Sturmtief „Sabine“ hat laut der Verbraucherzentrale Bayerns „erhebliche Schäden“ in Deutschland verursacht. 
Deutsche Bahn nimmt Fernverkehr teilweise wieder auf
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Lisa Kim Nguyen
Sturmtief „Sabine“ schlägt auch hohe Wellen auf der Nordseeinsel Norderney
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Lisa Kim Nguyen
Der Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB) ist am Montagnachmittag auch in Bayern wieder freigegeben worden. Der Zugverkehr könne nach dem Orkantief „Sabine“ mit Einschränkungen wieder anlaufen, berichtete die Bahn.
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Claudia Scholz
Ein Flugzeug der Airline „Air Europa”, das am Sonntag von Madrid nach Amsterdam unterwegs war, konnte wegen Sturmtief „Sabine” nicht landen. Nach fünf erfolglosen Landeversuchen am Flughafen Schiphol kehrte die Boeing 787 mit über 300 Passagieren an Bord nach Madrid zurück.
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Lisa Kim Nguyen
Bei Aufräumarbeiten wegen des Sturms „Sabine“ ist es auf der Autobahn 67 in Südhessen zu einem tödlichen Unfall gekommen. Ein Lastwagenfahrer kam am Montagvormittag ums Leben, als er mit seinem Lkw mit einem auf der rechten Fahrspur aufgestellten Sperranhänger der Autobahnmeisterei kollidierte, wie die Polizei mitteilte.
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Lisa Kim Nguyen
Das Sturmtief „Sabine“ hätte in den Sommermonaten möglicherweise deutlich schwerwiegendere Folgen gehabt. Guido Wolz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in München erklärte, es sei bekannt, dass Sommerstürme die Bäume leichter entwurzeln. „Wenn die Bäume kein Laub tragen, sind sie weniger anfällig“, erklärte er. Ein ähnlich starker Sturm wie am Montag hätte im Sommer vermutlich wesentlich mehr Bäume umgeworfen.

Die stärkste gemessene Böe in bewohntem Gebiet wurde am Montag vom DWD bei Fürstenzell im niederbayerischen Landkreis Passau gemessen, dort wurden 154 Stundenkilometer erreicht. Am Großen Arber, mit 1456 Metern höchster Berg des Bayerischen Waldes, fegte der Orkan sogar mit bis zu 161 Stundenkilometern. „Sabine“ kommt laut DWD damit in Bayern an den Sturm „Kyrill“ heran, der im Januar 2007 schwere Schäden verursacht hatte.
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Lisa Kim Nguyen
Sturm „Sabine hat einen Anhänger eines Lastwagens auf der Autobahn 3 in der Oberpfalz umgekippt - und ihn kurze Zeit später wieder aufgerichtet. „Der Abschleppdienst war gerade vor Ort, da hat sich das Wetter wohl gedacht: Wir richten den Anhänger selbst wieder auf“, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag.
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