Flugzeugbau: Wie Airbus seine Macht ausbaut
Frankfurt. Die Manager des angeschlagenen Airbus-Rivalen Boeing dürften sich mächtig gefreut haben. Sieben Bestellungen über insgesamt 214 Flugzeuge konnten sie im November auf der Branchenmesse „Dubai Air Show“ melden. Erstmals seit Langem hängte der US-Konzern seinen europäischen Wettbewerber Airbus ab. Der konnte nur 66 Flugzeuge verkaufen, verteilt auf vier Aufträge.
Aber die in Dubai gemeldeten Zahlen täuschen. Der Boeing-Konzern, der durch zwei Abstürze der 737 Max vor wenigen Jahren in eine tiefe Krise geraten war, wird noch länger nicht zu Konkurrent Airbus aufschließen. Nach wie vor hält der europäische Flugzeughersteller den Rivalen auf Abstand.
Das zeigt sich bei der Zahl der von Januar bis Ende November 2023 bestellten Verkehrsflugzeuge. Bei Airbus sind es 1395, bei Boeing 945. Auch bei den Auslieferungen führen die Europäer. Airbus übergab 623 Flugzeuge, Boeing 461.
Nach Informationen aus Branchenkreisen hat Airbus im gesamten Jahr sein Auslieferungsziel sogar übertroffen. Statt geplanten 720 Jets sollen mehr als 730 Maschinen übergeben worden sein.