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BörsengangZeichnungsfrist für Douglas-Aktien gestartet – Nachfrage übersteigt das Angebot

Das Kosmetikunternehmen will vor Ostern an die Börse gehen. Die Orderbücher der Investmentbanker füllen sich schnell. Bis kommenden Dienstag werden bis zu 34,6 Millionen Aktien angeboten.Hannah Krolle 12.03.2024 - 12:58 Uhr aktualisiert
Douglas peilt einen Börsenwert von bis zu 3,1 Milliarden Euro an. Foto: Bloomberg

Düsseldorf. Die Parfümeriekette Douglas will noch vor Ostern den Sprung aufs Frankfurter Börsenparkett wagen. Der erste Handelstag ist für den 21. März geplant. Nur gut eine Woche nach der offiziellen Ankündigung hat am heutigen Dienstag die Zeichnungsfrist für die Aktien begonnen.

Die Orderbücher der Investmentbanker füllen sich schnell. Die Nachfrage der Investoren übersteige das Angebot, teilten die begleitenden Banken schon kurz nach Beginn der Zeichnungsfrist mit.

Bis zu 34,6 Millionen Aktien werden bis zum 19. März in einer Spanne von 26 bis 30 Euro angeboten. Damit käme das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von 2,8 bis 3,1 Milliarden Euro. Der angestrebte Bruttoemissionserlös von 850 Millionen Euro geht größtenteils an das Unternehmen selbst, das mit dem Geld seine mehr als drei Milliarden Euro schwere Schuldenlast reduzieren will. 

Bis zu 32 Prozent der Aktien wären danach in den Händen neuer Aktionäre. Die Beteiligung des Finanzinvestors CVC sinkt durch die Ausgabe der neuen Aktien von 84 Prozent auf rund 55 Prozent, die Familie Kreke hält nach dem Börsengang gut zehn Prozent der Anteile. 

Die restlichen 2,5 bis 3,4 Prozent der Anteile gehen an aktuelle und ehemalige Führungskräfte des Unternehmens, darunter Vorstandschef Sander van der Laan und Aufsichtsratschef Henning Kreke. Sie hatten über Management-Vergütungsprogramme Anteile an Douglas erworben, die nach dem Börsengang in Aktien umgewandelt werden.

1,15 Milliarden Euro zur Schuldentilgung

Douglas-CEO van der Laan kommentierte: „Zum Frühlingsbeginn im vergangenen Jahr haben wir unsere neue Strategie ‚Let it Bloom‘ vorgestellt – exakt ein Jahr später planen wir nun den Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse.“ Er lobte die Fortschritte, die die Mitarbeitenden erzielt hätten, sowie ihr Engagement, an der erfolgreichen Weiterentwicklung des Unternehmens zu arbeiten.

„Die Douglas Group ist mit einem sehr starken Geschäftsmodell und einer erfolgreichen Wachstumsstrategie in einem attraktiven Markt hervorragend positioniert“, so van der Laan weiter. „Der mit dem Börsengang verbundene Schuldenabbau wird unsere finanzielle Flexibilität erhöhen und damit unsere künftige Entwicklung maßgeblich unterstützen.“

Zusätzlich erhält das Unternehmen von den Altaktionären 300 Millionen Euro an frischem Eigenkapital. Damit werden Douglas zusammen mit dem Emissionserlös insgesamt 1,15 Milliarden Euro zufließen, die komplett in die Schuldentilgung gehen. Zugleich werden die bisherigen Finanzverbindlichkeiten komplett refinanziert. 

Douglas erwartet für 2024 ein Betriebsergebnis (Ebitda) von 750 bis 800 Millionen Euro. Beim Einstieg von CVC 2015 lag es noch bei unter 300 Millionen Euro. Allerdings ist der Anstieg teilweise bedingt durch Änderungen in den Rechnungslegungsvorschriften und hätte gemäß heutigem Standard schon damals bei rund 500 Millionen gelegen.

Das Geschäft von Douglas hat sich zuletzt gut entwickelt. Der Umsatz stieg zwischen Oktober und Dezember um acht Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss verbesserte sich sogar um 10,6 Prozent auf 125,2 Millionen Euro.

Organisiert wird der Börsengang von den Investmentbanken Citi, Goldman Sachs, Deutsche Bank, UnicreditUBS und Jefferies sowie der französischen Großbank BNP Paribas. 

Zwei neue Aufsichtsratsmitglieder

Im Zuge des Börsengangs werden zwei neue Mitglieder in den Aufsichtsrat berufen: Pamela Knapp und Georgia Garinois-Melenikiotou. Knapp ist seit 2020 Mitglied der Monopolkommission. Außerdem gehört sie den Aufsichtsgremien verschiedener europäischer Konzerne an. Sie begann ihre Karriere als M&A-Beraterin bei der Deutschen Bank, arbeitete in leitenden Funktionen bei Siemens und war Finanzvorständin beim Marktforschungsunternehmen GfK.

Garinois-Melenikiotou ist Expertin in den Bereichen Konsumgüter und Beauty. Sie ist Vorstandsmitglied beim Kosmetikkonzern Natura. Zuvor arbeitete sie in leitenden Positionen beim US-Pharmakonzern Johnson und Johnson sowie beim Kosmetikkonzern Estée Lauder. 

Mit Agenturmaterial.

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