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GlasherstellerGerresheimer übernimmt Mutterholding von Bormioli Pharma – Aktie legt zu

Gerresheimer will weiter wachsen. Dafür kauft das Unternehmen dem Finanzinvestor Triton die Mutterholding des Wettbewerbers Bormioli Pharma ab. Die Gerresheimer-Aktie liegt im Plus. 23.05.2024 - 10:58 Uhr aktualisiert
Produktion in einem Gerresheimer-Werk. Das Unternehmen übernimmt den Wettbewerber Bormioli Pharma. Foto: Bloomberg

Frankfurt. Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer greift nach dem Wettbewerber Bormioli Pharma mit rund 1500 Mitarbeitern und einem Umsatz von 370 Millionen Euro. „Mit der Transaktion setzen wir ein Ausrufezeichen hinter unsere Wachstumsambitionen“, sagte Konzernchef Dietmar Siemssen.

Mit Bormioli werde Gerresheimer profitabler und strebe kurzfristig eine Steigerung der operativen Umsatzrendite (Ebitda-Marge) um 50 bis 100 Basispunkte an und des Gewinns je Aktie um mehr als zehn Prozent. Mittelfristig werde eine Ebitda-Marge von 25 (Vorjahr: 20,8) Prozent angepeilt.

Bormioli passe strategisch zum Düsseldorfer Konzern, erklärte Siemssen. „Beide Unternehmen ergänzen sich sowohl im Produktportfolio als auch in der regionalen Abdeckung mit Produktionsstandorten in Europa.“ Er kündigte an, mit Bormioli einen neuen Geschäftsbereich Moulded Glass zu schaffen.

Bormioli Pharma ist ein Hersteller von Spezialverpackungen mit neun Produktionsstandorten in Europa und wie Gerresheimer in den vergangenen Jahren zweistellig profitabel gewachsen. Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) liege wie bei Gerresheimer bei rund 21 Prozent.

An der Börse kam der Deal gut an: Die Aktie schnellte zeitweise um über 13 Prozent auf 105,70 Euro und führte die Gewinnerliste im MDax an. Er sehe nicht günstig aus, doch mit den ergänzenden Produkten sei der Kauf in Ordnung, kommentierten Händler.

Kauf im vierten Quartal

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Gerresheimer teilte mit, mit dem Finanzinvestor Triton einen Vertrag über den Kauf der Mutter-Holding von Bormioli, Blitz LuxCo, unterzeichnet zu haben. Dem Kaufpreis liege ein Unternehmenswert von rund 800 Millionen Euro zugrunde. Die Übernahme solle im vierten Quartal über die Bühne gehen. Finanziert werde der Kauf über ein Darlehen von einem Bankenkonsortium bestehend aus UniCredit, Commerzbank und LBBW.

Gerresheimer profitiert von einer wachsenden Kundennachfrage nach zugeschnittenen Verpackungslösungen etwa für Bio-Pharmazeutika und auch vom Trend zu Medikamenten für Diabetes und zur Gewichtsabnahme. Aber auch die Kosmetikindustrie sorgt für Rückenwind, so dass 2023 der Umsatz insgesamt organisch um 10,4 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zulegte. Das bereinigte Ebitda stieg um 14,2 Prozent auf 404,5 Millionen Euro. Für 2024 hatte der Vorstand ein Umsatzplus von fünf bis zehn Prozent angekündigt und ein bereinigtes Ebitda von 430 bis 450 Millionen Euro.

rtr
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