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GlasherstellerGerresheimer denkt über Verkauf nach

Der MDax-Konzern ist in Gesprächen mit möglichen Käufern. Private-Equity-Firmen wie EQT und KKR sollen Interesse haben. Auch ein aktivistischer Investor könnte eine Rolle spielen.Bloomberg , Timm Seckel 07.02.2025 - 16:34 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Gerresheimer produziert neben einfachen Verpackungen auch spezialisierte Produkte für medizinische Anwendungen. Foto: Bloomberg

Düsseldorf. Der im MDax gelistete Verpackungs- und Glaskonzern Gerresheimer sieht sich nach möglichen Interessenten für eine Übernahme des Unternehmens um. Das berichtete zunächst die Finanznachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich dabei auf mit der Sache Vertraute.

Gerresheimer bestätigte Gespräche in einem frühen Stadium am Freitag. „Es ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar, ob es tatsächlich zu einem öffentlichen Übernahmeangebot kommen wird“, schreibt das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung.

Die Düsseldorfer Firma solle demnach mit Beratern das Interesse möglicher Kaufkandidaten ausloten, berichtet Bloomberg weiter. Die Gerresheimer-Aktie stieg nach der Meldung um bis zu 15 Prozent. Aktuell wird der Konzern damit mit knapp drei Milliarden Euro bewertet. Zuvor war der Aktienkurs seit Sommer 2024 um knapp ein Drittel gefallen.

Unter den möglichen Interessenten sollen die Private-Equity-Firmen Warburg Pincus, EQT und KKR sein. Keine der Firmen wollte sich zum Thema äußern.

Gerresheimer steht seit Jahren unter Beobachtung von Investoren dieser Art, weil die Firma zwei sehr unterschiedliche Geschäftsfelder bedient: Einerseits einfache Glas- und Plastikverpackungen für Verbrauchsgüter und Kosmetik, andererseits spezialisierte Produkte für die Pharmaindustrie. Ein Aufspaltung könnte den Wert der beiden einzelnen Sparten am Markt erhöhen.

Der aktivistische Investor Ricky Sandler hatte Ende 2024 eine Position von 5,4 Prozent der Gerresheimer-Aktien aufgebaut. Das Unternehmen sei mit Sandler in Kontakt, kenne aber seine Pläne nicht, wie die Nachrichtenagentur Reuters im Oktober einen Sprecher zitierte.

Sandler, der mit seiner Firma Eminence Capital rund sieben Milliarden Dollar verwaltet, hatte zuletzt auch Interesse am britischen Konsumgüterhersteller Reckitt Benckiser und der Glücksspielfirma Entain gezeigt.

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