Talanx: Bafin verhängt eine Million Euro Geldbuße gegen die Versicherung
Demnach hatte Talanx, deren Konzerngesellschaften unter anderem mit den Marken HDI und Hannover Rück agieren, nicht rechtzeitig bekannt gegeben, ab welchem Zeitpunkt und unter welcher Internetadresse der Halbjahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2022 öffentlich zugänglich war.
Halbjahresfinanzberichte seien zwar grundsätzlich auch im Unternehmensregister verfügbar, hieß es weiter von der Bafin. Unternehmen müssten aber darüber informieren, wann und wo sie darüber hinaus ihre Finanzberichte veröffentlichen.
Talanx: Ausmaß der Strafzahlung richtet sich nach dem Umsatz
Die Mitteilung dieser Hinweisbekanntmachung an die Bafin ist laut einem Talanx-Sprecher vergessen worden. Da Geldbußen wegen Verstößen gegen das Wertpapierhandelsgesetz umsatzbezogen seien, falle der Betrag mit 1.095.000 Euro vergleichsweise hoch aus.
Für Investoren sind die Finanzberichte wichtig, um sich ein Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens machen und fundierte Investitionsentscheidungen treffen zu können. Firmen, die in Deutschland an einem organisierten Markt Wertpapiere begeben, müssen daher spätestens drei Monate nach Ablauf des jeweiligen Berichtszeitraums und vor Veröffentlichung des eigentlichen Berichts bekannt machen, wann und wo sie diesen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen werden.
Passiert das nicht oder nicht rechtzeitig, kann die Bafin dies mit einer Geldbuße ahnden. Diese beträgt maximal zehn Millionen Euro oder bis zu fünf Prozent des Gesamtumsatzes.
Erstpublikation: 25.03.2025, 16:11 Uhr.