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KonjunkturImportpreise mit größtem Rückgang seit gut einem Jahr

Energie hat erneut den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise im Juni. Besonders stark verteuerte sich dagegen besonders eine Produktgruppe. 31.07.2025 - 09:07 Uhr Artikel anhören
Container auf einem Schiff: Die Importpreise gaben um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat nach. Foto: dapd

Berlin. Billigere Energieeinfuhren haben die deutschen Importpreise im Juni so stark fallen lassen wie seit über einem Jahr nicht mehr. Sie gaben um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat nach, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

Ein größeres Minus gab es zuletzt im April 2024 mit 1,7 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten sogar einen Rückgang um 1,6 Prozent erwartet, nach einem Minus von 1,1 Prozent im Mai. Verglichen mit dem Vormonat Mai stagnierten die Importpreise.

Da die deutsche Wirtschaft sehr viele Vorprodukte und Rohstoffe aus dem Ausland bezieht, schlagen höhere oder niedrigere Einfuhrpreise früher oder später auch auf die allgemeine Inflation durch. Im Juni lag die Teuerungsrate für Verbraucher bei 2,0 Prozent. Für Juli erwarten die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Ökonomen einen Rückgang auf 1,9 Prozent. Das Statistische Bundesamt will dazu am Nachmittag eine erste Schätzung veröffentlichen.

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise hatte im Juni erneut Energie. Diese kostete 13,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Günstiger wurden dabei Strom (-24,7 Prozent), rohes Erdöl (-20,6 Prozent), Steinkohle (-18,1 Prozent) und Mineralölerzeugnisse (-14,4 Prozent). Erdgas verbilligte sich um 4,1 Prozent.

Dagegen verteuerten sich Nahrungsmittel deutlich: Für sie mussten 9,9 Prozent mehr bezahlt werden als im Juni 2024. Mehr verlangt wurde insbesondere für Kaffee (+36,1 Prozent), Rindfleisch (+33,5 Prozent), Süßwaren (+29,9 Prozent), Orangensaft (+29,0 Prozent), Geflügelfleisch (+28,6 Prozent), Apfelsaft (+26,2 Prozent) sowie Milch und Milcherzeugnisse (+11,6 Prozent).

„Bei den Süßwaren lag die Teuerung hauptsächlich an den gestiegenen Preisen für Schokolade und andere Süßwaren“, hieß es. Hier betrug der Aufschlag 34,2 Prozent. Mehr als vor einem Jahr kosteten auch Speisezwiebeln (+61,7 Prozent) sowie Geflügel und Eier (+13,8 Prozent). Dagegen verbilligten sich die Importe von Kartoffeln um 11,3 Prozent.

rtr
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