Bank: Bei Hamburg Commercial Bank geht die Hälfte des Vorstands
Frankfurt. Bei der Hamburg Commercial Bank (HCOB) scheiden zum Jahresende zwei von vier Vorständen aus. Vizechef und Risikovorstand Ulrik Lackschewitz sowie Investmentchef Christopher Brody verlängern ihre Verträge nicht, teilte das Institut am Dienstag mit. Sie legen ihre Mandate zum Ende des Jahres nieder.
Der Aufsichtsrat hat bereits Nachfolger benannt. Zum 1. Oktober wird Generalbevollmächtigter Jens Thiele in den Vorstand berufen. Er soll nach einer Übergangsphase Anfang 2026 die Aufgaben von Brody übernehmen. Außerdem tritt Reinout van Riel, zuletzt bei der NIBC Bank, am 1. November in den Vorstand ein und wird Anfang 2026 die Verantwortung für das Risikomanagement übernehmen.
Die personellen Veränderungen fallen in eine Phase des Umbaus. Im August hatte die HCOB angekündigt, Teile des Structured-Finance-Geschäfts sowie die internationale Immobilien- und Flugzeugfinanzierung einzustellen. Rund 190 Vollzeitstellen sollen wegfallen, zudem wurde die Gewinnprognose gesenkt.
Eigentümer der Bank sind internationale Investoren, angeführt von Cerberus Capital Management mit knapp 40 Prozent sowie J.C. Flowers mit rund einem Drittel. Die frühere HSH Nordbank war 2018 als erste deutsche Landesbank privatisiert worden.
Während der Übergangsphase von Oktober bis Dezember erweitert sich das Vorstandsgremium auf sechs Mitglieder. Ab Januar 2026 soll es wieder aus vier Personen bestehen.