Banken: HCOB verkauft Geschäft mit Flugzeug-Krediten an die Deutsche Bank
Berlin. Die Hamburg Commercial Bank verkauft ihr Portfolio mit Luftfahrtfinanzierungen an die Deutsche Bank. Das Paket umfasse nur leistungsfähige Kredite im Gesamtwert von rund 450 Millionen Dollar, teilten beide Institute am Donnerstag mit.
Der Deal dürfte Ende Oktober abgeschlossen sein. „Die Deutsche Bank verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Bereich der Luftfahrtfinanzierung, und diese Übernahme passt zu den bestehenden Stärken der Bank in diesem Markt“, erklärte Manager Ross Duncan vom Frankfurter Geldhaus. Man übernehme hochwertige Kredite mit einem attraktiven Renditeprofil.
Die HCOB dampft ihr Geschäft ein, baut bis Ende 2027 weitere etwa 190 Jobs ihrer zuletzt 925 Vollzeitarbeitskräfte ab. Sie fokussiert sich künftig auf deutsche sowie europäische Unternehmenskunden, Projekt- und Schiffsfinanzierungen in Europa sowie das Immobiliengeschäft in Deutschland.
Aus dem internationalen Immobiliengeschäft, der Luftfahrt sowie aus Teilen des Geschäfts strukturierter Finanzierung zieht sich die ehemalige HSH Nordbank zurück. HCOB-Chef Luc Popelier will das Institut rentabler machen und damit die Chancen auf einen Verkauf in den nächsten Jahren erhöhen.
Die HCOB war Ende 2018 als erste Landesbank privatisiert worden und ging für rund eine Milliarde Euro an Finanzinvestoren um Cerberus und J.C. Flowers. Größte Aktionäre sind Cerberus (39,6 Prozent), J.C. Flowers (32,8 Prozent) und GoldenTree (11,8 Prozent).