Kompetenzmanagement: UKB und UMG machen Kompetenzen digital sichtbar
Berlin. Nach zweijähriger Entwicklungsarbeit haben das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ein digitales Kompetenzmanagement eingeführt. Die Plattform des norwegischen Anbieters Dossier wurde erstmals an deutsche Anforderungen angepasst und ist nun praxisreif für Kliniken. Das haben das UKB und Dossier gemeinsam mitgeteilt.
Die Plattform bündelt alle Nachweise zu Qualifikationen, Pflichtfortbildungen und Weiterbildungen. Beschäftigte und Führungskräfte sehen auf Knopfdruck, welche Kompetenzen vorhanden oder fällig sind. Dies schaffe vollständige Transparenz über Qualifikationen für Führungskräfte ebenso wie für Mitarbeitende, heißt es in der Mitteilung.
Demnach integriert sich die Lösung in bestehende HR- und Lernsysteme, bildet klinikspezifische Rollen ab und schafft klare Zuständigkeiten ohne Datenschutzrisiken. Eine Evaluation mit 40 Teilnehmenden habe hohe Zufriedenheit bei Transparenz und Benutzerfreundlichkeit gezeigt.
Nach Abschluss der Pilotphase startet das UKB den Rollout: Bis Mitte 2026 sollen 80 Prozent der Pflegebereiche eingebunden sein, ärztliche und therapeutische Berufsgruppen sollen folgen.