Künstliche Intelligenz: Mega-Deal mit OpenAI ist laut Nvidia noch immer nicht abgeschlossen
San Francisco. Die Verhandlungen über die im September verkündete Vereinbarung zwischen dem Chipkonzern Nvidia und dem Start-up OpenAI über eine Investition von bis zu 100 Milliarden Dollar sind noch immer nicht abgeschlossen. Das sagte Nvidia-Finanzchefin Colette Kress am Dienstag auf einer Branchenkonferenz.
„Wir haben noch immer keine endgültige Vereinbarung getroffen, aber wir arbeiten mit ihnen zusammen“, erklärte Kress auf Fragen zum Stand der Vereinbarung mit OpenAI.
Die im September veröffentlichte Absichtserklärung zur Investition von Nvidia in den Entwickler des Textroboters ChatGPT sieht den Einsatz von mindestens zehn Gigawatt an Nvidia-Chip-basierter Rechenleistung vor – genug Kapazität, um mehr als acht Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen. Sie galt als Einstieg in eine laut eigener Darstellung „bahnbrechende“ Partnerschaft. Die 100 Milliarden Dollar sollten über fünf Jahre verteilt werden, die ersten Rechenzentren bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 einsatzbereit sein.
Dass die Verhandlungen über die Details der Partnerschaft mehr als zwei Monate nach der Verkündigung immer noch nicht abgeschlossen sind, dürfte die Diskussionen über die Zukunft des Markts für Künstliche Intelligenz (KI) und über die Gegengeschäfte wichtiger Akteure anheizen. Zumal die Zweifel lauter werden, ob OpenAI seine rekordhohen Verpflichtungen gegenüber Nvidia, Oracle und anderen Konzernen alle wird erfüllen können.