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Nach Chaos am A380Airbus will Flugzeug-Türen verbessern

Ruft Airbus alle A380 zurück in die Werkstatt? Einem Medienbericht zufolge will der Flugzeugbauer die Kabinentüren des Superjumbos überprüfen, sie könnten undicht sein. Airbus will reagieren – allerdings erst 2015. 16.07.2014 - 19:45 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Riesenflieger A380 in der Nähe der Airbus-Zentrale in Toulouse: Undichte Kabinentüren führen offenbar zu einem groß angelegten Austausch.

Foto: Reuters

Düsseldorf/Hamburg. Airbus hat offenbar massive Probleme mit dem A380. Der europäische Flugzeugbauer testet nach Klagen über Lärmentwicklung und Druckabfall in den Kabine des Großraumjets Verbesserungen an den Türen. Im Herbst sei mit einer Genehmigung für die Änderungen durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit zu rechnen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch bei der Flugschau im britischen Farnborough. Es gehe um Dichtungen und Abdeckplatten.

Die Verbesserungen würden in alle Maschinen eingebaut, die ab 2015 vom Band liefen. Die Flugsicherheit der Maschinen sei nicht betroffen. Über die Kosten sagte der Sprecher nichts. Airbus sei aber auf Kurs, die Gewinnzone beim A380 wie geplant 2015 zu erreichen.

Der NDR hatte berichtet, es müssten alle Türen der bisher ausgelieferten 140 Maschinen ausgebaut und überprüft werden. Die Türen seien möglicherweise undicht. Die Lufthansa bestätigte dem NDR die Probleme. Die größte deutsche Fluggesellschaft hat derzeit zwölf A380 im Einsatz. Wahrscheinlich werde man ältere Boeing 747 länger im Dienst lassen, hieß es. Am Mittwochmorgen hatte Qatar Airways die Übernahme ihrer ersten A380 erneut verschoben. Es habe weitere Probleme gegeben, teilte Airline-Chef Akbar Al Baker auf der Luftfahrtmesse in Farnborough mit, berichtete das Branchenmagazin „Airliners.de“.

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In den zurückliegenden Monaten hätte es drei bestätigte Vorfälle mit Türen bei A380-Flügen gegeben, so der NDR. Im Januar sei eine Kabinentür bei einem Flug der Singapore Airlines undicht geworden. Der Kabinendruck sank ab, Sauerstoffmasken für die Passagiere fielen herab und das Flugzeug musste auf einem Ausweichflughafen in Aserbaidschan landen, berichtet der TV-Sender im „Hamburg Journal“.

Airbus habe auf Anfrage des NDR bislang lediglich bestätigt, dass insgesamt zehn Prozent der Maschinen defekte Türen aufwiesen, die ausgetauscht werden müssten. Jetzt sollten jedoch vorsorglich sämtliche Passagiertüren ausgebaut und gegebenenfalls überarbeitet werden. Das könnte teuer werden, denn jede A380 hat 16 Türen. Damit könnte es noch länger dauern, bis Airbus mit dem A380-Programm Geld verdient.

td, rtr
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