Technologie: Softbank-Ausgründung SBI plant Millioneninvestments in europäische Start-ups
Deutsche und europäische Start-ups könnten von frischem Geld aus Japan profitieren.
Foto: ReutersHamburg. Der japanische Finanzkonzern SBI startet von Berlin aus seinen ersten europäischen Start-up-Fonds. Partner dabei ist der Berliner Risikokapitalspezialist Redstone. Die Softbank-Ausgründung SBI ist einer der größten japanischen Start-up-Investoren.
Der neue Fonds soll 200 Millionen Euro einsammeln und an Start-ups aus dem Bereich Industrie 4.0 verteilen. „Japan und Deutschland haben beide ein starkes industrielles Fundament. Das wollen wir nutzen“, sagte SBI-Deutschlandchef Naoyoshi Yoneyama.
Der frühere Diplomat Yoneyama baut seit dem vergangenen Jahr das europäische SBI-Büro in Berlin auf. „Zu unserem Business-Plan gehörte von Anfang an, einen Fonds mit einem Partner zu gründen, der ein Netzwerk und Know-how vor Ort mitbringt“, sagte der Japaner.
Redstone ist bislang als Dienstleister für Risikokapitalfonds von Konzernen wie Daimler, die Deutsche Bahn und die Berliner Volksbank aufgetreten. In der neuen Zusammenarbeit soll Redstone ebenfalls dabei helfen, erfolgsversprechende Gründer zu finden.
Bei Themen wie intelligenten Fabriken, dem Internet der Dinge und Industrie-Robotern hätten europäische Unternehmen einen Innovationsvorsprung gegenüber Asien, meinen die Partner. Der Trend zu smarter und flexibler Produktion werde sich weiter verstärken, erwartet Redstone-Gründer Samuli Sirén.
Daher soll der neue „Future Industry Ventures Fonds“ aus Europe heraus Geschäftsmodelle entwickeln. An dem Fonds, der bis zu zehn Millionen Euro je Start-up investieren soll, sollen sich auch europäische Industrieunternehmen beteiligen.