Serie „Decentralized Finance“ (2): Riskante Zinsversprechen aus der Kryptowelt – Die wichtigsten Fragen und Antworten
Die Technik hinter der Kryptowährung Ether bildet die Basis für viele dezentrale Finanzanwendungen.
Foto: BloombergNew York. Wer den Weg ins dezentrale Finanzsystem wagt, der findet etwas, was in der traditionellen Bankenwelt schon lange fehlt: Zinsen. Eine Reihe von Anbietern locken Besitzer von Kryptowährungen mit dem Versprechen, mit ihren Cyberdevisen eine attraktive Rendite generieren zu können. Diese Plattformen bieten die Möglichkeit, die Coins zu verleihen und damit eine Art Zins zu verdienen. Diese Zinsen werden meist algorithmisch berechnet, pro Sekunde ausgezahlt, und wer wieder Zugriff auf seine Kryptodevisen braucht, der kann sie jederzeit abziehen.
„Krypto-Lending“ heißt der Trend, der eine wichtige Säule für das dezentralisierte Finanzsystem (DeFi) bildet. Doch der Weg in die neue Finanzwelt kann mitunter kompliziert und teuer sein und er verleitet nicht nur zum Sparen, sondern auch zum Spekulieren. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.
Wer sind die größten Anbieter?
Zu den Marktführern des Krypto-Lendings gehören Aave aus London und Compound aus San Francisco. Das sind Start-ups, die sogenannte dezentrale Lending-Protokolle entwickelt haben. Das bedeutet, dass die Angebote voll automatisiert funktionieren und von einer breiten Community von Programmierern weiterentwickelt werden.