Gastbeitrag: Geschulte Mitarbeiter machen den Unterschied
Sie ist Leiterin der Agentur Health & Nutrition und Beraterin im Design bei diffferent. Mittlerweile hat sie 20 Jahre Erfahrung auf Unternehmens- und Agenturseite in Gesundheits-, Pharma- und Ernährungsthemen gesammelt. Liermann studierte Management und Marketing am Miller College of Business im US-Staat Indiana.
Foto: MTSMan könnte annehmen, dass die größeren Krankenkassen sich mit der digitalen Transformation leichter tun als kleinere Vertreter der Zunft. Das mag die technische Umsetzung betreffen. Die Großen haben in der Regel eigene IT- und Entwicklungsabteilungen. Die Kleinen nicht. Wenn es darum geht, die Potenziale der Digitalisierung zu heben, ist das Rennen aber offen. Denn der digitale Wandel wird nur erfolgreich sein, wenn er den Menschen einen echten Mehrwert bietet.
Für große wie für kleine Krankenkassen gelten folgende vier Punkte:
Radikaler Perspektivwechsel
Versicherte sind nicht nur Leistungsempfänger und Leistungsempfängerinnen, sondern Kunden und Kundinnen, die ihre Versicherung leicht wechseln können. Kassen müssen das eigene Angebot konsequent aus Kundinnen- und Kunden-Perspektive prüfen. Ein erster Schritt: Kundinnen- und Kundenmeinungen zu digitalen Angeboten und zur Beratung einholen und auswerten.
Im nächsten Schritt braucht es eine konsistente Kundenbetreuung. Die Perspektive der Kundinnen und Kunden muss nicht nur gehört werden, sondern auch zu Veränderungen führen.
Mut zu neuen Allianzen
Krankenkassen müssen Strukturen schaffen, die eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots ermöglichen. Ansätze dazu bieten beispielsweise Kooperationen zwischen Krankenkassen und Start-ups, die bereits vielfach erprobt sind. So können etwa Kunden und Kundinnen der Barmer die Meditations-App „7 Mind“ kostenfrei nutzen, und die AOK stellt ihren Kunden und Kundinnen über das Portal yuble eine ganze Reihe von Gesundheitsangeboten zur Verfügung, bei denen sie mit Gesundheits-Start-ups kooperiert.