Amazon, Microsoft, Oracle: Konjunktursorgen bremsen Cloud-Aktien
Daten werden zunehmend in den Clouds großer Tech-Konzerne gespeichert.
Foto: E+/Getty ImagesKöln. Die Gesamtmenge der weltweit erstellten Daten steigt rasant: nach Prognosen das US-Marktforschungsunternehmens International Data Corporation auf 175 Zettabyte im Jahr 2025 – nach rund 15 Zettabyte im Jahr 2015.
Ein Zettabyte (ZB) entspricht einer Milliarde Terabyte. Das sind zwei Billionen Filme in Standardqualität mit einer Länge von jeweils 90 Minuten. Rechnerisch also rund 250 Filme für jeden Menschen auf der Erde.
Zwar speichern Nutzer nur etwa zwei Prozent der weltweit anfallenden Daten. Dennoch wachsen die Speicherkapazitäten ebenso rasant wie die anfallenden Daten. Hierbei zeichnet sich ein Trend ab: Anstelle dezentraler Speicher wie Festplatten werden die Daten außerhalb gespeichert – in den Clouds von Tech-Konzernen.
Die prognostizierte jährliche Wachstumsrate für Cloud-Lösungen beträgt 18 Prozent und gehört damit zu den wachstumsstärksten Märkten überhaupt. „Wir glauben daher, dass Cloud-Anbieter weiterhin für Anleger attraktiv sind“, sagt Luba Schönig, Mitbegründerin der Schweizer Finanzplattform Umushroom.
Das starke Wachstum stellt die Cloud-Anbieter vor Herausforderungen: „Allen voran stellt sich die Frage nach einem bewussten Kostenmanagement“, so Schönig. Denn der vermehrte Einsatz der Cloud erhöht die Ausgaben für Cybersicherheit und Compliance – also für die Einhaltung regulatorischer Vorgaben.