Ukraine-Krieg: Was bringen US-Panzer der Ukraine?
Berlin. In diesen Tagen sind die ersten der 31 Abrams-Kampfpanzer in der Ukraine eingetroffen. Angekündigt hatte US-Präsident Joe Biden die Lieferung Ende Januar – auf Drängen von Kanzler Olaf Scholz. Der hatte seine Entscheidung, der Ukraine Leopard-Panzer zu geben, davon abhängig gemacht, dass die USA Abrams zusagen.
Wie verändern die Kampfpanzer aus Sicht von Militärexperten die Lage an der Front? Und wie bewerten die Fachleute generell den Verlauf und die Chancen der ukrainischen Offensive?
Für Gustav Gressel vom European Council on Foreign Relations (ECFR) sind die Abrams ein Beispiel für den Faktor Zeit bei der Waffenhilfe. „Die Technik der Kriegsführung verändert sich schnell. Die rasante Ausbreitung von Drohnen hat die Panzer verwundbarer gemacht. Sie können früher entdeckt und bekämpft werden.“
„Im Frühjahr hätten viele gedacht, dass Kampfpanzer in massierten raschen Vorstößen in eine Schlacht zur Durchbrechung der russischen Linien geworfen werden“, erläutert Gressel. „Inzwischen gibt es kein Überraschungsmoment mehr. Drohnen entdecken die Panzerspitzen, ehe sie ins Gefecht eingreifen, und können die Artillerie auf sie lenken.“