Energie & Klima: So viel Energie verbrauchen Immobilienbestände in Europa
Der Wohnsektor ist im Vergleich zu anderen Immobilienkategorien in Deutschland effizienter, was den durchschnittlichen Energieverbrauch angeht. Das zeigt der aktuelle ESG-Index von Deepki, der sich auf Daten aus den Jahren 2022 und 2021 stützt und Handelsblatt Inside Energie & Immobilien vorab vorliegt. ESG steht für Environmental, Social und Governance.
Der Index
Der ESG-Index misst die Umweltleistung von Immobilien in Europa auf Grundlage von realen Verbrauchsdaten. Analysiert werden Immobilienbestände unter anderem in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, den Benelux-Ländern, Italien und Spanien. Der Index stellt laut Deepki den ersten europäischen Vergleich dar. Das Unternehmen bietet eine ESG-Data-Intelligence-Plattform für den gewerblichen Immobiliensektor an. Es erfasst für den Index automatisch Daten von mehr als 400.000 Anlagen, und zwar aufgeschlüsselt nach Objektart und Standort.
Was gemessen wird
Der Index liefert Werte über Gewerbeimmobilien, und zwar zum Durchschnitt, den besten 30 Prozent und den besten 15 Prozent. Das soll Immobilienakteuren helfen, die Leistung ihrer Anlagen zu verstehen und dient als Referenz. Die Bewertungen beziehen sich auf die Primärenergie, Endenergie und Emissionen von Kohlenstoffdioxid-Äquivalenten (CO2eq). Bei der Primärenergie geht es um alle nicht umgewandelten, direkt genutzten Energieprodukte, die verbraucht werden. Die Endenergie beschreibt die Energie, die durch Umwandlung gewonnen und verbraucht wird – zum Beispiel von Erdgas, das zu Wärme wird. Mit der Maßeinheit CO2eq wird der Effekt verschiedener Treibhausgase verglichen.