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Assistenten am Fließband Warum Roboter keine Arbeitsplätze gefährden

Sie arbeiten schnell und werden nicht krank. Aber nehmen uns Roboter deshalb die Jobs weg? In Wirklichkeit übernehmen sie hauptsächlich eintönige und wiederkehrende Aufgaben. Das ist eine Chance für ein neues Berufsverständnis.
Roboter übernehmen vor allem anstrengende oder monotone Tätigkeiten. Quelle: dpa
Roboter-Show in China

Roboter übernehmen vor allem anstrengende oder monotone Tätigkeiten.

(Foto: dpa)

Längst fahren Roboter Medikamente durch die Katakomben unsere Krankenhäuser. Kein Pfleger, keine Krankenschwester muss im Keller Rollcontainer bewegen. Auch in der Automobil-Industrie wirbeln die Greifarme ganzer Roboter-Kolonnen durch die automatisierten Produktionsstraßen.

Natürlich übernehmen Roboter Jobs, die noch vor einiger Zeit von Menschen erledigt wurden. In der wohl am häufigsten in diesem Zusammenhang zitierten Studie der Oxford-Universität heißt es, dass die Automatisierung bis zum Jahr 2030 fast die Hälfte aller Jobs frist, zumindest in den USA. Deutsche Experten sind sich bei dieser Entwicklung nicht einig, die Zahlen variieren von 5 bis 18 Millionen gefährdeter Arbeitsplätze. Einigkeit herrscht bloß über die Art der wegfallenden Jobs. Besonders betroffen seien Buchhalter, Montagearbeiter oder Logistikhelfer – um nur einige Beispiele zu nennen.

Der Hersteller sieht seine Entwicklungen als Assistenten für den Menschen. Quelle: Reuters
Ein Roboter von Rethink Robotics

Der Hersteller sieht seine Entwicklungen als Assistenten für den Menschen.

(Foto: Reuters)

Diese Berufe haben eine entscheidende Gemeinsamkeit. Der Anteil an monotonen Arbeitsschritten ist besonders hoch. Genau dort docken Roboter an. „Niemand hofft, dass seine Kinder einen todlangweiligen Job erledigen müssen, in dem sie alle 30 Sekunden dieselben Handgriffe machen, 40 Stunden in der Woche, 50 Jahre ihres Lebens“, sagt Rodney Brooks, Gründer der Firma Rethink Robotics, die lernfähige Roboter für die Industrie herstellt.  

Brooks macht die Erfahrung, dass sich Mensch und Maschine aufeinander einstellen, denn Roboter können und dürfen noch lange nicht alles. „Roboter sind nicht besonders fingerfertig. Sie können nur bestimmte Dinge erledigen.“ Außerdem würde auch niemand behaupten, dass eine elektrische Bohrmaschine einen Bauarbeiter ersetzen könne.

In der Praxis zeigt sich das Zusammenspiel von Mensch und Roboter schon heute an einigen Produktionsstandorten des digitalen Industrieunternehmens GE. In der Herstellung von Beleuchtungssystemen bei GE Lighting ist beispielsweise der einarmiger Sawyer von Rethink Robotics im Einsatz. „Sawyer ist kein unheimlicher Apparat, der unseren Mitarbeitern die Arbeit wegnimmt. Er ist eher ein Assistent, der dabei hilft, ihre Arbeit sicherer, ökonomischer und effizienter zu machen“, sagt Elliot Fishman, Produktionsingenieur bei GE Lighting.

Sawyer setzt Komponenten von LED-Leuchten zusammen und reagiert dabei flexibel auf seine Umgebung. Kommt eine Platine verkehrt herum bei ihm an, dreht er sie einfach um. Währenddessen können sich seine menschlichen Kollegen auf anspruchsvollere Tätigkeiten konzentrieren, etwa darauf, die feinen Kabel korrekt anzuschließen, oder die Qualität genauer unter die Lupe nehmen.

Umdenken auch auf politischer Ebene
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