Bei der Entwicklung neuer Software soll der Einsatz schnell erfolgen und die Risiken der Markteinführung minimiert werden. Das geht am besten mit agilen Ansätzen wie SCRUM und/oder Kanban | shutterstock.com/NDAB Creativity
Bei der Entwicklung neuer Software soll der Einsatz schnell erfolgen und die Risiken der Markteinführung minimiert werden. Das geht am besten mit agilen Ansätzen wie SCRUM und/oder Kanban | shutterstock.com/NDAB Creativity

Agile Software-Entwicklung: SCRUM oder Kanban?

agile software entwicklung

Agile Software-Entwicklung führt zu schnellen Ergebnissen und minimierten Risiken. Hierbei gibt es verschiedene Methoden. Führend sind SCRUM und Kanban. Doch wodurch zeichnen sich die beiden Vorgehensweisen aus und für welche Szenarien eignen sie sich besonders gut? Dieser Artikel liefert die wichtigsten Fakten.

SCRUM: Projektabwicklung mit kleinen Aufgabenpaketen

SCRUM ist derzeit das beliebteste und bekannteste Vorgehensmodell der agilen Software-Entwicklung. Charakteristisch für die Methodik ist, dass Software-Anforderungen in mehrere kleine Aufgaben (Tasks) aufgeteilt werden. Die Tasks werden so gewählt, dass ihr Ergebnis ein lieferfertiger (einsatzbereiter) Software-Baustein ist, der in relativ kurzer Zeit zur Verfügung steht.

Nach jedem dieser Sprints sind die realisierten Software-Bausteine direkt ausführbar. Kunden erhalten auf diese Weise einen frühen und fortlaufenden Einblick in die Software-Entwicklung. Bei Bedarf können sie zudem eingreifen und die weitere Entwicklung justieren, sodass sie noch besser zu den Bedürfnissen passt. Nach und nach entsteht auf diese Weise ein komplexes Gesamtkonstrukt, dass den Anforderungen in hohem Maße entspricht.

Die Vorteile von SCRUM im Überblick:

• hohe Transparenz und Flexibilität

• kurzfristige Änderungen möglich

• meist deutlich kürzere Projektlaufzeit als bei klassischen Methoden

• Visualisierung optimiert die Zusammenarbeit und Produktivität

• kontinuierliche Verbesserung durch Daily-Meetings und Retrospektiven

Kanban: Mit Visualisierung zum strukturierten Projektablauf

Oft wird für die agile Software-Entwicklung auch Kanban genutzt. Die Grundidee dieser Methodik stammt aus den 1950er Jahren und wurde von einem Toyota-Ingenieur entwickelt. Heute wird Kanban dazu verwendet, um die Projektplanung der Software-Entwicklung besser zu strukturieren, Engpässe zu identifizieren und Problemlösungen dafür zu entwickeln. Ziel ist stets die optimale Steuerung mehrstufiger Wertschöpfungsketten.

Kanban ist etwas weniger komplex als SCRUM und eignet sich daher eher für kleinere Software-Projekte. Zunächst werden sämtliche Aufgaben auf dem sogenannten Kanban-Board visualisiert und in die Spalten "offen", "in Arbeit" und "erledigt" einsortiert. Bei Bedarf können weitere Spalten beliebig ergänzt werden. Der Hauptvorteil besteht darin, dass Probleme im Projektablauf dank der Visualisierung schnell sichtbar werden. Somit lassen sich zielgerichtet Lösungen finden, um die Durchlaufzeiten zu reduzieren.

Die Vorteile von Kanban im Überblick:

• Schwierigkeiten schnell erkennbar

• Mit anderen Methoden wie SCRUM kombinierbar

• Vereinfachte Zusammenarbeit im Team

• Gute Statusübersicht für Kunden

Die optimale agile Software-Entwicklung: Das Beste aus mehreren Welten?

Erfolgreiche Unternehmen, die agile Software-Entwicklung anbieten, beschränken sich nicht auf die eine oder andere Methodik. Ein Beispiel ist die European IT Consultancy EITCO GmbH. Der Anbieter entwickelt bereits seit 1978 individuelle Software für Unternehmen und Behörden. Welche Vorgehensweise bei den Projekten zum Einsatz kommt, macht EITCO stets von den individuellen Gegebenheiten abhängig. Auch arbeitet der Dienstleister nicht gänzlich nach SCRUM oder Kanban, sondern nutzt und kombiniert diejenigen Elemente, die zu den jeweiligen Projektanforderungen passen.