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Innovation
(Foto: Werner du Plessis/Unsplash)

Open Culture „Alleine innoviert es sich schlecht“

Sich immer wieder neu erfinden, neue Produkte auf den Markt bringen: Der Innovationsdruck für Unternehmen ist groß. Doch kann man Innovation forcieren? Oder sind gute Ideen ein Zufallsprodukt?
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Eine Erfindung ist noch längst keine Innovation. Das befand bereits Mitte des 20. Jahrhunderts Joseph Schumpeter, ein bekannter Ökonom aus Österreich. Er hielt fest: Erst wenn aus einer Idee ein marktreifes Produkt wird, das sich monetarisieren lässt und Erfolg hat, ist aus der Erfindung eine Innovation geworden. Seine Theorie gilt bis heute. Denn viele gute Ideen werden nie marktreif, oder aber werden von der Konkurrenz, nicht vom Erfinder selbst, erfolgreich gemacht. Doch wie kann also dieser Innovationsprozess, der so entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit ist, gelingen? Wie wird aus einer Idee im Unternehmen eine Innovation?

„Erstmal muss die Idee gehört werden. Auch wenn Sie nicht aus der Chefetage kommt. Dann geht es viel um Kooperation“, sagt Dr. Michael Marz, Partner Manager beim Technologie Berater DevoTeam. „Ein Mitarbeiter allein, kann keinen großen Wurf landen. Viele Ideen, von verschiedenen Leuten, aus verschiedenen Quellen sind dafür notwendig.“

„Von oben darf nicht zu viel eingegriffen werden“, bestätigt auch Jan Wildeboer, Open-Source-Evangelist bei Red Hat. „Es muss eine Atmosphäre entstehen, in der Menschen das Gefühl haben, dass sie ernst genommen werden und ihre Stimme gehört wird“. Wenn die Idee gereift ist, geht es an die Umsetzung. Tatsächlich scheint das trockene Wort „Innovationsmanagement“ im Widerspruch zu frischen, neuen oder gar mutigen Ideen zu stehen, doch es ist unverzichtbar.

„Man muss Innovationen managen. Man muss ein Ziel vor Augen haben. Innovation ist nicht nur Kreativität. Innovation heißt: Wir bringen etwas als Team voran“, sagt Wildeboer. „Damit die Kommunikation und die ständig benötigten Feedbackzyklen funktionieren, braucht es eine gewisse Struktur.“

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    Zudem ist auch die Zusammenarbeit mit anderen Partnern, außerhalb des eigenen Unternehmens, von großer Bedeutung. Oft sind Teile der benötigten Technologie anderenorts bereits verfügbar. Dies macht Projekte schneller, wendiger und weniger kostenintensiv. „Alleine innoviert es sich schlecht. Für alle Teile, die wettbewerblich nicht relevant sind, die nicht explizit auf die neue Lösung einzahlen, kann und sollte man offen reden. Und das eben auch mit der Konkurrenz. Ein standardisierter Ansatz hilft der ganzen Branche“, sagt Wildeboer. Im besten Fall ist diese Zusammenarbeit geprägt von einer gemeinsamen Kultur. Ein gutes Verhältnis ist wichtig für eine erfolgreiche Partnerschaft.

    „Ich schätze den Ansatz, den wir auch in der Zusammenarbeit mit Red Hat erleben: dem Partner helfen, stark zu werden. Es geht nicht darum, Händchen zu halten. Der Ansatz ist, sich technologisch und kulturell auszutauschen. So entsteht ein starkes Team, das auf dem Markt und beim Kunden deutlich mehr überzeugt“, sagt Marz. Speziell dann, wenn es darum geht, das eigene Geschäft zu skalieren, können strategische Partnerschaften von großem Nutzen sein. Im Alleingang große Innovationen zu schaffen, wird aufgrund von Zeit- und Kostendruck derweil immer schwieriger. Warum also nicht nach Verbündeten suchen?