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Elektromobilität Warum Sie Ihren Kunden Strom schenken sollten

Supermärkte oder Hotels, die Kunden mit E-Fahrzeugen kostenlos Strom tanken lassen, treiben eine Entwicklung voran, von der sie selbst in Zukunft immer stärker profitieren können. Allein schon beim Image.
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Auf 50 Aldi-Parkplätzen wird der Strom für Ladestationen durch Photovoltaikanlagen produziert. Quelle: innogy
„Sonne tanken“

Auf 50 Aldi-Parkplätzen wird der Strom für Ladestationen durch Photovoltaikanlagen produziert.

(Foto: innogy)

Für Dienstfahrten in und um Berlin setzte sich der ehemalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gerne mal hinter das Steuer seines BMW i3. Rund 200 Kilometer schaffte der Stromer aus München mit einer Batterieladung. Weil das zu wenig ist für längere Touren durch die Republik, wich der Politiker für Termine jenseits der Hauptstadtgrenzen auf seinen dieselbetriebenen Standarddienstwagen aus. Dieses Nachteil der Stromer im Vergleich zu ihren umweltschädlicheren Pendants ist bekannt und soll im Sinne der Energiewende angegangen werden.

Mit einer Reihe von Maßnahmen versucht das Verkehrsministerium, die Elektromobilität in Deutschland attraktiver zu machen. Dazu gehört etwa das Bundesprogramm Lade-Infrastruktur, das den landesweiten Ausbau von E-Tankstellen vorantreibt. Schon wenige nach dem Startschuss Anfang März hatten private Investoren, Städte und Gemeinden rund 600 Anträge für Fördergelder beim Bund eingereicht. Ziel des Programms ist der Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur mit bundesweit 15.000 Ladesäulen.

Strom gegen Treue

Zahlreiche Unternehmen sind schon einen Schritt weiter und haben bereits E-Tankstellen auf ihren Firmengeländen errichtet. Prominente Beispiele im Einzelhandel etwa sind Aldi Süd, Lidl, Rewe oder Ikea. Die Supermarktketten und das Möbelhaus bieten elektrisch angereisten Kunden die Möglichkeit, an ihren Ladesäulen die Batterien wieder aufzuladen. Was früher beim Metzger die Gratiswurst war, ist heute kostenloser Strom aus dem Zapfhahn. Der Gedanke dahinter ist freilich der gleiche geblieben: Kundenbindung und Umsatzsteigerung.

Das scheint zu funktionieren. „Elektromobile Kunden kaufen länger dort ein, wo sie ihr Fahrzeug laden können“, sagt Elke Temme, Leiterin Elektromobilität bei innogy. Die Ökostrom-Tochter des Energiekonzerns RWE hat 50 Filialen von Aldi Süd zwischen Nordrhein-Westfalen und Bayern mit Ladestationen ausgestattet. Der Strom wird oben auf dem Filialdach durch Photovoltaikanlagen produziert. Dabei wurde darauf geachtet, dass alle gängigen Ladesysteme anschlussfähig sind. Der Discounter macht aus seinen Parkplätzen so einen Wettbewerbsvorteil – vor allem im Kampf um Konsumenten, die nicht ausschließlich aufgrund des Produktangebots und des Preises entscheiden, wo sie einkaufen.

Tanken zum Nulltarif

Immer mehr Unternehmen bieten ihren Kunden bereits Stromtankstellen zum Nulltarif. Einerseits signalisieren sie damit, dass ihnen die gesellschaftlich immer wichtiger werdenden Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit am Herzen liegen. „Vor allem im modernen Gastgewerbe gilt die Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge inzwischen als Hygienefaktor“, sagt Temme. So ist etwa die Vergabe von Hotelsternen auch vom Angebot für elektromobile Kunden abhängig. Die treffen ihre Hotelauswahl nicht zuletzt danach, wo sie ihr Fahrzeug an den Strom hängen können.

Doch nicht alle Firmen können oder wollen ihren Strom kostenlos anbieten. Um Kunden dennoch zum Wiederkommen zu animieren, bietet innogy die Möglichkeit, das Laden mit speziellen Aktionen zu kombinieren – etwa mit Ladegutscheinen oder der Verrechnung des Tankbetrages mit dem Einkauf. „Auch Kundenkarten mit Bonussystemen lassen sich für die Bedienung der Ladetechnik integrieren“, sagt Temme.

Aufladen im Schlaf

Vor allem umweltbewusste Städter dürften die Möglichkeit schätzen, während eines Einkaufs, einem Abendessen oder einer Hotelübernachtung kostenlos Energie zu tanken. Denn Elektrofahrzeuge werden in der Regel dort geladen, wo sie länger parken. Doch gerade Bewohner von Mietwohnungen in Ballungsräumen haben oft keine Möglichkeit, ihre Fahrzeuge zu Hause ans Netz zu hängen. Andererseits können etwa Tankstellenbetreiber durch kostenlose Lademöglichkeiten erreichen, dass sich Kunden, während ihr Auto an der Steckdose hängt, länger als üblich in deren Shops aufhalten.

„Auch wenn öffentliche Ladestationen in Kommunen wichtig sind, ein Großteil der Ladevorgänge wird neben privaten vor allem an halböffentlichen Stationen vorgenommen“, sagt Temme. Parkhausbetreiber, Einzelhändler oder Restaurants, die kostenlos Strom anbieten, tragen so dazu bei, eine Hürde abzubauen, die viele potenzielle E-Autokäufer bislang davon abgehalten hat, sich elektrisch fortzubewegen: die mangelnde Verfügbarkeit von Ladestationen. Gleichzeitig treiben sie damit eine Entwicklung voran, von der sie selbst in Zukunft immer stärker profitieren.