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Online Diversity

Die virtuelle Synergiewerkstatt.

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Digital Diversity Wie der Wandel gelingen kann

Die Coronakrise muss keine Pause bei der Weiterbildung in Sachen Vielfalt bedeuten. Diversity-Expertin Petra Köppel spricht darüber, wie E-Learning-Angebote das Diversity Management voranbringen können.
30.11.2020 - 10:02 Uhr Kommentieren

Die Corona-Krise verändert, wie wir arbeiten, und beeinflusst auch das Diversity Management. Statt Workshops und Trainings im Präsenzformat braucht es neue Methoden, um Vielfalt in der Organisation zu fördern. E-Learning-Angebote und Webinare schießen wie Pilze aus dem Boden, sind schnell verfügbar und versprechen schnelle Erfolge. Kann das funktionieren? Drei Fragen an Diversity-Expertin Petra Köppel vom Netzwerk "Synergie durch Vielfalt".

Funktioniert Diversity Management auch online?

Ja! Natürlich reicht es nicht, sich 20 Minuten durch einen Online-Kurs zu klicken, wenn es darum geht, Einstellungen zu ändern. Denkweisen und Verhaltensweisen sind tief und unbewusst verankert. Die meisten Menschen halten sich vermutlich bereits für tolerant. Das Problem liegt darin, dass eigenes Fehlverhalten gar nicht als solches erkannt wird. Um solche unbewussten Vorbehalte, den sogenannten Unconscious Bias, aufzudecken und Einstellungen zu reflektieren, braucht es andere Methoden.

Petra Köppel vom Netzwerk
Diversity-Expertin

Petra Köppel vom Netzwerk "Synergie durch Vielfalt".

Wie lassen sich solch sensible Themen wie unbewusste Denkmuster denn virtuell bearbeiten?

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    Genauso wie in Präsenztrainings: interaktiv. So lässt sich erreichen, dass die Mitarbeiter:innen ihre eigenen, bisher verborgenen Denkmuster durchleuchten können, wieso sie diese haben und wie sie sie verändern können. Übungen wie der Implicit Association Test machen Mitarbeitenden deutlich, dass sie Menschen in Schubladen stecken, weil unser Gehirn eben in Kategorien wahrnimmt. Dies erschreckt und irritiert, denn wir schätzen uns vermutlich als weitgehend vorurteilsfrei ein. Es ist dabei absolut essenziell, dass die Mitarbeitenden nicht mit den Ergebnissen eines solchen Online Tests alleine gelassen werden. In einer virtuellen Session sollte der oder die Trainer:in oder auch die versierte Führungskraft Hintergründe liefern und im Dialog die Erkenntnis vertiefen. Das Ergebnis ist ein Impuls, der sich nutzen lässt, um alternative Handlungsweisen zu besprechen. An diesem kleinen Beispiel wird deutlich: Es geht beim Aufbau von Diversity-Kompetenz nur in kleinem Maße um die Vermittlung von Wissen in Form von Kursen und E-Learnings. Stattdessen gilt es sondern Reflexions- und Dialogmomente zu schaffen.

    Wie gelingt es, Mitarbeitende für Diversity zu begeistern, wenn der direkte Austausch nicht möglich ist?

    Die Möglichkeiten, in Kontakt mit den Mitarbeitenden zu treten sind in der digitalen Welt unerschöpflich. Je kreativer und humorvoller, umso besser. Folgende Formate kommen garantiert an: Video Spots über Social Media, wechselnde Cartoons im Intranet, ein Diversity Game für Teams oder auch ein Online-Selbsttest, um sich selbst auf Offenheit zu prüfen. Wenn das Budget nur kleinere Sprünge erlaubt, reichen Aktionen wie ein wöchentliches Mailing mit Tipps wie „Verabreden Sie sich mit jemandem aus einer Ihnen bislang nicht vertrauten Fachabteilung zu einem Austausch.“ Bleiben Sie bei den Formaten möglichst niedrigschwellig und denken Sie dran: Der Mensch braucht elf Berührungspunkte, um bei einem Wandel mitzugehen.

    In der kommenden 30. Synergiewerkstatt ‚Online Diversity‘ am 9. Dezember 2020 tauschen sich Diversity Manager:innen im Netzwerk ‚Synergie durch Vielfalt‘ zu digitalen Formaten aus – selbstverständlich virtuell im Form einer Webex-Konferenz.