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Showroom

(Foto: Siemens/Shutterstock)

Im virtuellen Siemens-Showroom Weit weg und doch ganz nah dran

Events und Treffen mit Kunden wandern während der Pandemie in den virtuellen Raum. Richtig umgesetzt, können sie dort zum fesselnden Erlebnis werden. Wie im neuen Showroom, den Siemens bei der rein digitalen Veranstaltung Digital Enterprise SPS Dialog eröffnet.
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Vor gar nicht allzu langer Zeit waren Messen Veranstaltungen in großen Hallen, wo Tausende Menschen von Stand zu Stand gingen, um Informationen zu sammeln, Innovationen zu sehen, Geschäftspartner zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen. Dann kam Corona und veränderte die Messelandschaft über Nacht radikal. Durch Reise- und Kontaktverbote wurden neue, virtuelle Kommunikations- und Eventformate wichtiger denn je.

Beim Experimentieren mit diversen Online-Veranstaltungsformaten wird vielen Unternehmen allerdings schnell klar, dass bei den inzwischen beinahe allgegenwärtigen digitalen Events oft die echte Interaktionsmöglichkeit zwischen Teilnehmern und Veranstaltern zu kurz kommt. Der mangelnde Dialog ist die zentrale Herausforderung bei der Frage, wie Kommunikation und Interaktion erfolgreich in die digitale Welt transportiert werden kann.

Wie so etwas aussehen kann, macht Siemens am 26. November 2020 beim Digital Enterprise SPS Dialog in seinem neuen virtuellen Showroom vor: Hier wurden nicht nur im Vorfeld die Kunden befragt, welche Themen rund um Technologie und Industrietrends im Fokus stehen sollten. Erstmals können Besucher hier auch Innovationen in allen Details betrachten, zum Beispiel an der ersten virtuellen Additive-Manufacturing-Referenzfabrik, in der Produkte aus Polymeren in 3D gedruckt werden, wie beispielsweise Schuhsohlen – ein Produkt, das so individuell ist wie die Füße, die darauf laufen.

Im Homeoffice den Showroom besuchen

Anstatt über weite Strecken anzureisen, Schlange zu stehen und sich mit anderen Besuchern vor Exponaten zu drängen, können Interessierte vom Homeoffice aus den Showroom besuchen, in laufende Maschinen blicken, Schaltschränke öffnen und mit einem Klick Hintergrundinformationen zu einzelnen Komponenten aufrufen. „Im virtuellen Showroom können wir in vieler Hinsicht detailliert erklären, wie das Konzept ‚mass customization‘ funktioniert, also wie kundenspezifische Produkte schnell und wirtschaftlich in großer Stückzahl produziert werden können“, sagt Karsten Heuser, der bei Siemens Digital Industries die additive Fertigung verantwortet.

Den neuen Showroom sieht Siemens perspektivisch vor allem als Kommunikationsplattform, auf der das Unternehmen weiter mit seinen Kunden im engen Dialog bleiben kann – auch abseits von Präsenzveranstaltungen. So können Kunden im Showroom Einzeltermine mit Siemens-Experten vereinbaren, sich per Videokonferenz austauschen oder gemeinsam durch die virtuelle 3D-Ausstellung schlendern.

Auch der Wissensaustausch über die neuesten Entwicklungen in den Industriebranchen kommt mit konkreten Anwendungsbeispielen und Panel-Diskussionen auf der virtuellen Bühne nicht zu kurz. Der Clou: Produkte und Innovationen sind virtuell „anfassbar“ und im Detail zu betrachten. Und: Der Besucher erlebt, wie die digitale Welt mit der realen verschmilzt für mehr Flexibilität und Effizienz in der Produktion. Dabei findet er sich in verschiedenen Umgebungen wieder – von der Umverpackungsmaschine mit Hochregallager bis hin zur hochmodernen Fabrik für die additive Fertigung.

Auch wenn die Event-Experten von Siemens neue Wege bei der Entwicklung digitaler Formate für große Veranstaltungen beschreiten, ganz unvorbereitet traf sie der Corona-Schock nicht. Ein Trend zur zumindest teilweisen Verlagerung von Events in den virtuellen Raum war schon vor der Pandemie erkennbar. So wurden bereits mehrere digitale Veranstaltungen und Showrooms für einige Geschäftseinheiten umgesetzt und durchgeführt, wie etwa Webinare, die schon seit einiger Zeit breit im Konzern etabliert sind.

„Der neue virtuelle Digital-Enterprise-Showroom und das digitale Eventkonzept sind Entwicklungen, die auch ohne Pandemie sicher früher oder später gekommen wären. Corona hat diesen Prozess lediglich beschleunigt.“, sagt Marcus Bliesze, Marketingleiter für Factory Automation bei Siemens. „Die Digitalisierung erfasst nicht nur die Technologie, sondern auch die Art und Weise, wie wir heute und in Zukunft mit unseren Kunden und Partnern zusammenarbeiten.“

Kontakt zum Kunden verändert sich nachhaltig

Der Siemens-Experte rechnet damit, dass die Verlagerung in den virtuellen Raum keine vorübergehende Erscheinung sein wird. Live-Events und persönliche Treffen behalten nach wie vor die hohe Relevanz und werden ganz sicher wieder an Bedeutung gewinnen, wenn es die Corona-Situation erlaubt. Aber der Dialog und die Interaktion mit den Kunden werden von den Erfahrungen und Entwicklungen nachhaltig verändert, so Bliesze. „Wir rechnen damit, dass Messen nach der Pandemie überwiegend hybride Veranstaltungen sein werden. Es wird digitale genauso wie Live-Programmpunkte geben. Wir alle lernen gerade, welcher Kanal für bestimmte Ziele am besten geeignet ist, wo die Stärken von analogen Formaten und digitalen Technologien liegen. Denn die aktuelle Situation verlangt, dass wir viel Neues ausprobieren.“

Das Jahr 2020 hat von allen Messeausstellern und -besuchern viel Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gefordert. Von den zahlreichen Veränderungen wird vor allem eines bleiben: Der so wichtige Austausch mit Geschäftspartnern – sei es im direkten Dialog oder bei virtuellen Events – wird nicht mehr von langjährig etablierten Formaten bestimmt. Vielmehr werden Unternehmen, Messebetreiber und Kunden bestehende Formate durch immer wieder neu gewonnene Erfahrungen und Möglichkeiten weiterentwickeln und die reale und virtuelle Welt dabei noch stärker verschmelzen.