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Die Offenheit für und die Erwartungen an neue Technologien sind in Europa unterschiedlich verteilt
(Foto: Unsplash)

Studie in 10 Ländern Wo sitzen Europas Digitalisierungs-Befürworter?

Eine neue Studie zeigt auf, wer in Europa das noch unerschlossene Potenzial in der Digitalisierung sieht, wer Gefahren wittert, und wo eine Trennlinie in allen Branchen und Ländern verläuft.
26.07.2021 - 12:41 Uhr Kommentieren

Sie gelten als relevante Technologien der industriellen Zukunft auf der ganzen Welt: Künstliche Intelligenz, Augmented Reality (AR; dt.: erweiterte Realität) und das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Was in Expertenrunden stets verheißungsvoll klingt und sich an diversen Beispielen erläutern lässt, hat aus Sicht von Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen jedoch eine unterschiedliche Relevanz, wie die Ergebnisse einer Umfrage in zehn europäischen Ländern belegen. Im Auftrag des Handelsblatt Research Institute und dem Technologieunternehmen TeamViewer befragte YouGov mehr als 8700 Menschen zu ihrer Wahrnehmung von Zukunftstechnologien und digitalen Megatrends.

Unterschiedliche Sichtweisen je nach Tätigkeitsprofil

Die jeweilige Arbeitssituation stand dabei im Vordergrund. Die Gruppe der Befragten teilt sich in 3160 Beschäftigte mit Bürotätigkeiten, sogenannte „Desk Workers“, und in 2000 Menschen auf, die keinen Schreibtisch für die Ausübung ihres Berufs benötigen – sogenannte „Deskless Workers“, zum Beispiel in der Produktion, Logistik, Dienstleistungsbranche. Stellvertretend für die Arbeitgeber:innen in den Ländern Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Schweden, Spanien und Großbritannien wurden rund 3600 Manager:innen befragt.




Laut den Ergebnissen erwarten 71 von 100 Menschen mit einer Bürotätigkeit, dass digitale Kommunikationstechnologien und Kollaborationssoftware in Zukunft für ihren Beruf relevant werden. Bei den Deskless Workers vertritt weniger als jeder Zweite (45 Prozent) diese Meinung. Ähnlich groß sind die Unterschiede bei den Themen Cyber-Security (Desk Workers: 79 Prozent, Deskless Workers: 52 Prozent) und Cloud-Computing (Desk Workers: 58 Prozent, Deskless Workers: 32 Prozent).

Unternehmen schenken Megatrends mehr Beachtung

Bei eher visionären Themenfeldern wie Künstlicher Intelligenz oder erweiterter Realität ist das Bild undeutlicher: Keine der beiden Gruppen hat ein klares Bild davon, wie diese Technologien ihren Arbeitsalltag künftig prägen könnten (s. Grafik).

Ähnliche Werte finden sich bei den befragten Arbeitgeber:innen in Europa. Auch sie erwarten eine höhere Relevanz von Themen wie Cyber-Security (73 Prozent) und Cloud-Computing (58 Prozent) für Bürojobs in Querschnittsfunktionen des Unternehmens (Personalwesen, Buchhaltung, etc.). Für die Tätigkeiten in Logistik und Produktion werden diese Technologien und Megatrends dagegen als weniger relevant erachtet (Cyber-Security 63 Prozent, Cloud-Computing 51 Prozent). Die Arbeitgeber:innen scheinen jedoch bereits ein besseres Verständnis als die Arbeitnehmer:innen davon zu besitzen, welche Bedeutung Technologien wie künstliche Intelligenz und erweiterte Realität zukünftig haben werden.

Rund 80 Prozent aller weltweit Beschäftigten seien Teil der sogenannten „Deskless workforce“, sagt Georg Beyschlag, Executive Vice President Strategy & Corporate Development bei TeamViewer. „Es ist für Unternehmen deshalb eine der großen Herausforderungen der Zukunft, diese Arbeitsplätze in digitale Prozesse einzubinden, damit auch diese Arbeitnehmer:innen von den Vorteilen der Digitalisierung profitieren können.“ Dabei gehe es nicht darum, Personal gegen Maschinen zu tauschen, sondern den Arbeitserfolg jedes Einzelnen zu erhöhen.

Menschen in Italien, Polen und Spanien besonders offen für neue Technologien

Die Umfrageergebnisse unter den Arbeitnehmer:innen spiegeln diese Sichtweise. Nur 13 von 100 befragten Arbeitnehmer:innen sehen es als wahrscheinlich an, dass neue Technologien einen Großteil ihrer Arbeitsaufgaben übernehmen werden. Doppelt so viele (26 Prozent) erwarten allerdings, dass ihnen lästige Routineaufgaben oder gefährliche Tätigkeiten zukünftig durch neue Technologien abgenommen werden könnten. Noch optimistischer sind die Arbeitgeber:innen. Rund zwei Drittel (65 Prozent) erwarten, dass ihre Angestellten zukünftig von solchen Tätigkeiten entlastet werden.

Im Ländervergleich messen Arbeitnehmer:innen in Italien, Polen und Spanien dem Einfluss von Zukunftstechnologien und digitalen Megatrends auf ihren Beruf tendenziell die höchste Bedeutung bei. Demgegenüber schätzen Arbeitnehmende und Arbeitgebende insbesondere in den EU-Kernländern Deutschland und Frankreich die Bedeutung digitaler Technologien und Megatrends für ihren Beruf beziehungsweise ihr Unternehmen nur unterdurchschnittlich ein.