500 Millionen Nutzer erwartet China wartet auf 3G-Technologie

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Dennoch stehen viele angesichts des großen Absatzpotenzials in Startposition. Nach Angaben des Ministeriums für Informationsindustrie (MII) gab es Ende 2003 rund 269 Mill. Handybesitzer, was gemessen an der Gesamtbevölkerung von schätzungsweise 1,3 Mrd. einer Sättigungsquote von knapp 21 % entspricht. In anderen asiatischen Nachbarstaaten mit vergleichbaren Pro-Kopf-Einkommen wie den Philippinen liegt die Rate bereits bei etwa 25 %.

China könnte den südostasiatischen Nachbarn allerdings rasch überholen. Für 2004 dürften weitere 52 Mill. Menschen einen Handyvertrag unterzeichnen. Bis 2007 sollen bereits 500 Mill. Mobilfunknutzer existieren. Dies käme einer Verdoppelung innerhalb von nur vier Jahren gleich. Das Absatzvolumen für Endgeräte läge damit bei 65 Mill. pro Jahr. Hinzu kämen die vielen Altkunden, die ihr unmodernes Gerät gegen das neueste Modell eintauschen. Gerade in den Städten gilt das Handy als wichtiges Statussymbol, und viele Chinesen halten gerne Geräte der allerneuesten Generation in den Händen. Rund 100 Mill. Mobiltelefone könnten daher pro Jahr über die Ladentheke gehen.

Dem Siegeszug des Mobilfunks steht allerdings das starke Stadt-Land-Gefälle im Weg. Nach Angaben des National Statistics Bureau lebten Ende 2003 etwa 41 % der Bevölkerung in den Städten, wo das jährliche verfügbare Einkommen bei über 1. 000 US-Dollar liegt, wohingegen die Landbevölkerung im Durchschnitt gerade einmal 320 US-Dollar erzielte. Während die Städter zu 60 bis 80 % mit einem Handy ausgestattet sind, können sich die meisten "Dörfler" die Anschaffung nicht leisten. Sie bevorzugen den "Semi-mobile Service", welcher von den Festnetzbetreibern China Telecom und China Netcom angeboten wird. Mit seiner Hilfe können mobile Gespräche innerhalb eines eingeschränkten Gebietes zu Festnetztarifen geführt werden.

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