Audi Zwischenruf: Konzern-Raison

zel DÜSSELDORF. Audi legt eine Verschnaufpause ein: In diesem Jahr werden die Ingolstädter wahrscheinlich nicht mehr die Zuwachsraten der Vergangenheit erreichen. Das heißt aber nicht, dass der neue Vorstands-Chef Martin Winterkorn ein marodes Unternehmen übernimmt. Im Gegenteil. Die Audi-Ruhe dieses Jahres war vorhersehbar, erst 2003 steht mit dem A3 der nächste größere Modellwechsel an.

Tatsächlich hat die ertragsstarke VW-Tochter aus Bayern beste Aussichten. Weltweit wächst die Nachfrage nach Autos aus dem Premiumsegment, das Audi genauso bedient wie BMW und Mercedes. Das Ingolstädter Unternehmen dürfte schon bald die Produktions-Schwelle von einer Million Autos pro Jahr erreichen. Audi unterliegt allerdings einer Konzern-Beschränkung: Will die VW-Tochter in den nächsten Jahren ihr Produktionsvolumen aufstocken, wird sie kein neues Werk mehr bekommen, sondern vorhandene Produktionsstätten des Konzerns nutzen müssen. BMW ist da freier - deshalb bauen die Münchener gerade eine neue Fabrik in Leipzig.

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