Baustellen ohne Ende Verkehrsadern mit Schwächen

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Bei den polnischen Fernstraßen gibt es Handlungsbedarf, sollen sie EU-Standards genügen. Bisher mussten viele von ihnen an heißen Sommertagen für Lastwagen gesperrt werden, weil der Asphalt weich wurde. Im Südwesten Polens ist das Autobahnnetz zwar vergleichsweise dicht, aber in keinem allzu guten Zustand mehr - es handelt sich meist noch um die ehemaligen Reichsautobahnen.

Auch im Bereich der Schifffahrt sind noch Fragen offen. In Tschechien wird noch immer der Ausbau der Elbe diskutiert, der den Fluss auch bei Niedrigwasser befahrbar machen soll. Ob es dazu kommt, ist derzeit völlig offen.

Probleme gibt es auch noch im grenzüberschreitenden Schienenverkehr. Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Sachsen, Hans-Jürgen Lücking, sieht noch "viele Hemmnisse", die es zu überwinden gilt - etwa unterschiedliche Strom- oder Leitsysteme. Wichtigste Verbindung Sachsens nach Tschechien ist die Strecke Dresden-Prag, die durch das Elbtal führt. 100 Güterzüge sind hier jeden Tag unterwegs, auch für den Personenverkehr ist die Verbindung von zentraler Bedeutung. Auch sie ist allerdings eine Baustelle: Die Strecke muss in den kommenden Jahren saniert werden. Das verheerende Elbhochwasser 2002 hat deutliche Spuren hinterlassen. Für einige Monate droht sogar eine Vollsperrung.

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