Bayern halten sich bedeckt Spanien schäumt nach Carlos-Sperre

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Die eigentlichen Hintermänner vermutet man jedoch in München. Das Sportblatt "Marca" berichtete, der Bayern-Manager Uli Hoeneß sei nach dem Hinspiel zum Uefa-Beauftragten gegangen und habe dafür gesorgt, dass dieser den Zwischenfall in seinen Bericht aufnahm. "As" beklagte: "Der FC Bayern spielt mit gezinkten Karten. Offiziell will er von einer Anzeige nichts wissen. Aber in Wirklichkeit zogen die Münchner die Fäden, damit die Uefa sich der Sache annahm."

Die Bayern wollten in der aufgeheizten Atmosphäre kein neues Öl ins Feuer gießen. "Ich gebe dazu keinen Kommentar", sagte Trainer Ottmar Hitzfeld: "Wir wollen der spanischen Presse kein Futter liefern." Wie hoch in Madrid eine Woche vor dem Rückspiel die Wellen der Erregung schlagen, zeigt die ausfällige Bemerkung des Kolumnisten Gaspar Rosety in "Marca", Spaniens auflagenstärkster Zeitung: "Roberto Carlos, Du hast Glück gehabt, dass man Dich nicht in die Gaskammer geschickt hat."

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