Chronik: Die Krise spitzt sich zu

10.12.1999: Nach zehn Jahren unter dem Peronisten Carlos Menem kommt die Mitte-links-Koalition unter Präsident Fernando De la Rúa an die Regierung. Er verspricht trotz Wirtschaftskrise infolge der Abwertung des brasilianischen Reals ein Wirtschaftswachstum von 4,5 %.

29.12.1999: Senat beschließt Steuererhöhung.

29.5.2000: Regierung kündigt Gehaltskürzungen von bis zu 15 % im öffentlichen Sektor an. 20 000 Demonstranten protestieren in Buenos Aires.

6.10.2000: Chacho Alvarez, Vizepräsident und Chef des linken Koalitionspartners, tritt aus Protest gegen De la Rúas mangelnde Aufklärungsversuche in einem Korruptionsskandal zurück.

18.12.2000: Argentinien erhält ein 40-Mrd.- Dollar-Hilfspaket vom Internationalen Währungsfonds (IWF). 90 % der Summe müssen für die Abzahlung der Schulden verwendet werden, die inzwischen 54 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen. Das BIP schrumpft im Jahr 2000 um 0,2 %.

Februar 2001: Die Märkte reagieren verunsichert auf Gerüchte, wonach der argentinische Zentralbankchef Pedro Pou wegen Korruption sein Amt niederlegen muss.

4.3.2001: Die Währungskrise in der Türkei lässt Zweifel an Dollarbindung Argentiniens aufkommen. Wirtschaftsminister José Luis Machinea tritt zurück. Nachfolger: Ricardo López Murphy.

20.3.2001: Murphy kann sein Sparprogramm nicht durchsetzen. Er tritt zurück. Domingo Cavallo wird Wirtschaftsminister. Er war zehn Jahre zuvor schon einmal - erfolgreich - in diesem Amt.

15.10.2001: Bei Parlamentswahlen erleidet De la Rúas Allianz eine schwere Niederlage. Peronisten werden stärkste Kraft. Es reicht aber nicht zur absoluten Mehrheit.

6.12.2001: Der IWF setzt seinen Kredit von 1,3 Mrd. Dollar vorerst aus, weil Argentinien seine Schulden nicht in den Griff bekommt.

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