Das Revival der Classic Cocktails ist nicht mehr aufzuhalten Gurkenmaske im Glas

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Der Star unter den Classic Cocktails ist allerdings längst ausgeguckt: Der "Cosmopolitan", mit dem sich die Protagonisten der kultigen TV-Serie "Sex and the City" in jeder Folge in Stimmung bringen, löst nun auch die Zungen der hiesigen Szene. "Die Serie hat einen wahren Hype ausgelöst. Cosmopolitan läuft irre gut", beschreibt Steinbach. "Seit die Serie im Kino gezeigt wird, komme ich mit dem Mixen von Cosmopolitan kaum noch nach."

Der In-Drink enthält Wodka, Orangenlikör, Lemonjuice und Cranberry-Juice - Preiselbeersaft, eine Modezutat, die in Deutschland Hercules Tsibis, der Barchef der Bar "Duck Tails" im Arabella Sheraton Grand Hotel München, mit Vorliebe anrührt. Beim World Bartender Challenge in New York siegte Tsibis mit seiner fruchtigen Cranberry- Kreation "Sugar Plum".

Geschüttelt und gerührt wird Cranberry-Juice seitdem auch von anderen führenden deutschen Bartendern wie Marc Cius aus dem Hamburger Szenetreff "Ciu?s Bar" und Andreas Lanninger, der illustre Barchef der Berliner Harry?s New York Bar.Sascha Tussant, Barchef der "Vox Bar" des Berliner Grand Hotel Hyatt zum Szene-Früchtchen: "Der erfrischende Saft ist mit seinem fein-herben, säuerlichen Geschmack ideal zum Mixen." Die Renner aus dem Cranberry-Repertoire sind bei ihm "Cosmopolitan" und "Sex on the Beach".

Der Stoff, aus dem die Bartender-Träume des Sascha Tussant gemacht sind, heißt allerdings Sake. In New York, London und Paris längst von der Lust auf asiatisches Food angeschoben, ist der Sake-Cocktail hier noch ein zartes Pflänzchen, gepflegt in der Berliner Cocktailbar "Notix", der Bar "Indochine" im Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg und eben in der Vox Bar.

Etwa einen Japanese Colada, der nicht mit Rum, sondern mit Sake gemixt wird. Tussant: "Sake-Cocktails bieten ein völlig anderes Geschmackserlebnis und sind sehr leicht. Vor allem junge Business- People sehen darin eine willkommene Alternative zu den alkoholreichen Cocktails mit Gin oder Wodka."

Überhaupt sind Cocktails mit wenig oder ohne Alkohol gefragt. Neu im Reigen der Leichtgewichte sind Beauty Booster, alkoholfreie Wellness-Cocktails: die Gurkenmaske im Glas. Zutaten wie Aloe Vera, Spirulia-Algen, Ginseng, Tasmpa (tibetanisches Gerstenmehl) und asiatisches Weizengras sollen die Gesundheit fördern. Pioniere sind Südafrika und Frankreich, in Deutschland hat der Freiburger "Oskar?s Club" die Wellness-Nase vorn. Chef Patrick V. Oehlandt: "Wir dachten zuerst, dass nur Frauen darauf stehen. Doch auch Banker und Anwälte fahren voll darauf ab. Autofahrer eben.

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