Direktere Form der E-Mail-Zustellung gewünscht Drei Viertel der Internetnutzer unzufrieden mit E-mail

Drei Viertel der Internetnutzer in Deutschland sind nach einer Umfrage unzufrieden mit den gegenwärtig angebotenen E-mail-Diensten. "75 Prozent der Befragten klagen über Ärgernisse bei der E-Mail-Nutzung", sagte Frank Wagner vom Meinungsforschungsinstitut Emnid am Mittwoch in Berlin.

Reuters BERLIN. Rund ein Drittel der Surfer bemängelt demnach, dass das Ankommen einer E-mail beim Empfänger nicht bestätigt wird. Weitere knapp 20 % der Surfer würden gerne auch bei ausgeschaltetem Computer über den Eingang von E-mails informiert werden, sagte Wagner.

"54 % der Befragten empfinden das Fax im Vergleich zur E-mail als das schnellere Kommunikationsmittel", sagte Wagner. Demnach beklagen 10 % der Befragten, dass der Empfänger seine E-mail nicht oft genug abhole. Weitere 10 % würden sich eine direktere Form der E-mail-Zustellung wünschen. E-Mails für private Internet-Nutzer würden kurz vor ihrem Ziel angehalten, denn sie blieben bei abgeschaltetem Computer beim Provider des Empfängers hängen, kritisierte Wagner. Betroffen von diesen Problemen seien vor allem die privaten Internet-Nutzer, die nur gelegentlich surften. "76 % der deutschen Onliner schalten den PC nur ein, um E-mails abzurufen", sagte Wagner.

Emnid zufolge nimmt die Zahl der privaten Internet-Nutzer, die rund um die Uhr mit einer Standleitung online sind, zu. Dabei fielen die Ärgernisse der E-mail-Nutzung weg. Dennoch rät das Institut den Online-Anbietern, die Probleme der anderen E-Mail-Nutzer nicht zu vernachlässigen. Denn auch in fünf Jahren würden sich noch 50 bis 80 % der Onliner über ein Modem und nur gelegentlich ins Internet einwählen.

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