FC Köln fast abgestiegen Bremen beweist Meister-Qualitäten

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Bayer Leverkusen darf schielen: Das 4:1 gegen Hertha BSC eröffnet den Rheinländern vage Chancen auf die Champions-League-Qualifikation, wenngleich Bayer-Trainer Klaus Augenthaler nach dem 0:1-Rückstand verkehrte Fußball-Welten sah: "Wir sind in den ersten 20 Minuten zeitweise aufgetreten, als stünden wir und nicht Hertha auf dem 17. Tabellenplatz." Sein Kollege Hans Meyer konstatierte bei den Berlinern erneut "anfängerhafte" Fehler, gewinnt der immer bedrohlicheren Situation aber noch humorige Aspekte ab: "In meinem Zimmer ist das Abstiegsgespenst noch nicht."

Aus dem Kölner Geißbockheim ist es nicht mehr zu vertreiben, denn das 0:3 des 1. FC bei Mitaufsteiger SC Freiburg verhalf den Breisgauern zum 100. Bundesligasieg und FC-Libero Thomas Cichon zu einer bitteren Erkenntnis: "So kann man nicht in der Liga bleiben. Wir sind wahrscheinlich zu dämlich dazu." Der dritte Abstieg binnen sechs Jahren ist programmiert, "wir sind nicht blauäugig", sagte Coach Marcel Koller resignierend.

Die verbliebene theoretische Möglichkeit will der Tabellenletzte gegen Eintracht Frankfurt wahrnehmen, zumal die Hessen beim 0:3 gegen TSV 1860 München den sportlichen Offenbarungseid leisteten. Der gesperrte Eintracht-Trainer Willi Reimann musste aus einem Baucontainer mit ansehen, wie sein Team unterging. "Das hat keine Auswirkungen gehabt, die Spiele werden auf dem Rasen entschieden", erkannte Reimann, dass er gegen Dilettantismus seiner Profis auch auf der Betreuerbank nicht viel hätte machen können. Die "Löwen" setzten sich mit dem höchsten Saisonsieg aus der akut gefährdeten Zone ab.

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