Ford will Kosten in Europa senken

Medienberichten zufolge will der US-Autokonzern künftig seine Belegschaft in Europa um zehn Prozent jährlich reduzieren.

Reuters LONDON. Der US-Autokonzern Ford will einem Zeitungsbericht zufolge künftig zur Kosteneinsparung seine Belegschaft in Europa um zehn Prozent jährlich reduzieren. Damit wolle der Konzern hohe Verluste in seiner Europa-Bilanz vermeiden, berichtete die "Financial Times" am Montag. Es seien weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit geordert, von denen eine die Streichung von Stellen sei, zitierte die Zeitung den Ford-Präsident Europa, Davis Thursfield. Das Ergebnis für Europa solle sich bis 2001 "substanziell" verbessern und 2002 in die Gewinnzone zurückkehren, so Thursfield. Im Oktober hatte Konzern-Finanzchef Henry Wallace noch gesagt, er sei zuversichtlich, dass Ford in Europa bereits 2001 wieder schwarze Zahlen schreiben werde.



Einsparungen von 20 % im Gespräch

In dem Zeitungsbericht hieß es weiter, im europäischen Transport-und Logistikbudget des Autoherstellers sollten 20 % der Kosten eingespart werden. Gleichzeitig wolle Ford zur Verbesserung der Effizienz 275 Mill. $ (rund 597 Mill. DM) in seine Kölner Produktionsstätte für den Ford Fiesta investieren. In den vergangenen Jahren hat sich die Ford-Belegschaft den Angaben nach durch Rentenprogramme und natürlichem Abgang von Arbeitskräften um sechs Prozent im Jahr verringert.

In 2001 werden dem Bericht zufolge selbst bei Rekord- Verkaufszahlen Verluste bei der europäischen Konzerntochter und bei Konkurrent General Motors jeweils in Höhe von drei Mrd. $ erwartet. Im dritten Quartal betrug der Verlust den Angaben zufolge 221 Mill. $ im Vergleich zu 156 Mill. im Vorjahr. Dafür hatte Ford in erster Linie die Kosten für die spektakuläre Rückrufaktion von 6,5 Mill. Firestone-Reifen auf Ford-Fahrzeugen verantwortlich gemacht.

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