Gebührenzahlungen angeprangert Online-Angebote von ARD und ZDF kritisiert

Mit den gebührenfinanzierten Internet-Auftritten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten werde der Wettbewerb "in eklatanter Weise verzerrt", erklärte Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder am Dienstag in Berlin.

HB/ dpa BERLIN. Rohleder verwies darauf, dass die öffentlich- rechtlichen Sender neben ihren journalistischen Aktivitäten mittlerweile auch eine breite Palette an Online-Shops betrieben. Dazu gehörten neben virtuellen Marktplätzen und Chat-Räumen auch das Angebot von Gratis-SMS.

Im Unterschied zur Privatwirtschaft würden diese Internet- Auftritte jedoch durch Rundfunkgebühren finanziert, kritisierte Rohleder. "Jeder muss zahlen - unabhängig davon, ob er dieses Angebot auch nutzt." Der Vorsitzende der Bitkom-Geschäftsführung forderte die Sendeanstalten deshalb auf, ihre Online-Angebote deutlich einzuschränken. Zugleich verlangte Rohleder eine Änderung des Rundfunk-Staatsvertrags. Dort müsse klar gestellt werden, dass die öffentlich-rechtlichen Sender im Internet allein programmbezogene Informationen verbreiten dürfen.

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