Geplanter Konsolidierungskurs hilft Aktie bislang nicht Niebaum spricht vom „Super-Gau"

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Obwohl die Verantwortlichen sich schwer verkalkuliert haben, geben sie sich gelassen. Entscheidend sei das Ergebnis zum Ende eines Geschäftsjahres. "Wir haben einen Gestaltungsspielraum bis zum 30. Juni, den werden wir nutzen", sagte Gerd Niebaum, Geschäftsführer der KG und zeigte sich zuversichtlich, im zweiten Geschäftshalbjahr 2003/04 mit deutlichen Kostensenkungen wieder operativ Gewinn zu schreiben.. In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" räumte Niebaum aber zugleich ein: "Für Borussia Dortmund ist der "worst case', ein Super-Gau, eingetreten." Der Verein wäre besser gefahren, wenn er sich schon früher gegengesteuert hätte und sich von teuren Spielern getrennt hätte.

Wenn die Borussia erneut die Champions League verpasse, werde sie sich von weiteren Spielern trennen, kündigte Niebaum im Halbjahresbericht an. "Unser Lizenzspielerkader ist für die lukrative Champions League zusammengestellt worden. Sollten wir die Königsklasse im europäischen Fußball nicht erreichen, werden wir die Kostenstruktur des Spielerkaders den wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen."

Fußball-Experten halten angesichts der wirtschaftlichen Krise bereits im Frühsommer zum Ende der laufenden Spielzeit 2003/2004 den Verkauf auch von Stars für möglich - wie etwa des tschechischen Mittelfeldspielers Tomas Rosicky, der gleich von mehreren Klubs in Europa umworben wird. Der Verkauf von Stars wie Rosicky oder Dédé hätte eine doppelte Wirkung. Die Transfererlöse würden das Defizit mildern, und die Spitzenverdiener würden künftig den Personaletat (derzeitiges Volumen etwa 57 Millionen Euro) nicht mehr belasten. Seine Anteile am Westfalenstadion hat das Unternehmen schon im vergangenen Jahr veräußert. Zielsetzung sei, mindestens einen Platz im Uefa-Cup zu erreichen, sagte Niebaum. Derzeit stehen die Gelb-Schwarzen nur auf dem sechsten Tabellenplatz - noch hinter dem deutlich kleineren Revierrivalen VfL Bochum.

Die Börse zeigt sich von dem beabsichtigten Konsolidierungskurs unbeeindruckt. Am Freitagmorgen gab die BVB-Aktie - Emissionswert im Oktober 2000: 11 Euro - nach Bekanntgabe der Zahlen um weitere 3 % auf 2,85 Euro nach und notierte damit unwesentlich über ihrem 52-Wochen-Tief von 2,60 Euro.

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