Gerangel um Posten Wer wird was in München?

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Den Bezirksvorsitz Oberbayern macht Schneider allerdings Wissenschaftsminister Thomas Goppel streitig. Goppel, so heißt es, könne im Falle seiner Wahl womöglich sogar als lachender Dritter um den Vorsitz der durch das Duell Seehofer/Huber gespaltenen CSU mitbieten. Denn Goppel ist in der Partei populär und hat eine beachtliche politische Wegstrecke mit CDU-Kanzlerin Angela Merkel gemeinsam zurückgelegt. Von 1994 bis 1998 war er das bayerische Pendant der damaligen Bundesumweltministerin, danach arbeiteten beide als Generalsekretäre ihrer Parteien eng zusammen.

Hoffnungen auf einen Ministerposten kann sich auch Markus Ferber machen. Der Landesgruppenchef im Europaparlament gehört als Chef der CSU Schwaben ebenfalls zur mächtigen Riege der Bezirksvorsitzenden. Ferber könnte Wirtschaftsminister werden, wenn Huber das Amt abgibt. Er gäbe allerdings auch einen plausiblen Bundes- und Europaminister ab.

Ambitionen auf das Amt des Wirtschaftsministers werden Generalsekretär Markus Söder nachgesagt. Wenn Huber Parteichef wird, spricht allerdings viel dafür, dass sein bisheriger Verbündeter Söder sein jetziges Amt behält: Immerhin stehen im Frühjahr 2008 wichtige Kommunalwahlen bevor, da braucht man in der Landesleitung einen Mann mit Erfahrung.

Nicht wenige rechnen damit, dass der frühere Steuerbeamte Huber zurück in sein so geliebtes Finanzressort wechseln wird. Amtsinhaber Kurt Faltlhauser hört ohnehin auf. Dort könne sich Huber am leichtesten aus der Tagespolitik in München heraushalten und Konflikte mit Beckstein vermeiden. Als Finanzstaatssekretär könnte Georg Fahrenschon ins Kabinett aufrücken. Der 39-jährige Bundestagsabgeordnete und Finanzexperte gilt als großes Talent. 2008 wird in seiner Heimat München/Land der Landtagswahlkreis frei. Nach der Bundestagswahl 2009, wenn Huber nach Berlin geht, könnte er Finanzminister werden.

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