Hedge-Fonds-Strategien

Die Anlagestrategie von Hedge-Fonds-Managern unterscheidet sich grundlegend vom Vorgehen der traditionellen Strategen bei den Investmentfonds für Aktien und Renten.

pk DÜSSELDORF 22.05.2002. Hedge-Fonds zielen auf hohe absolute Renditen bei geringem Risiko, während die Aktienfonds-Manager eine relativ bessere Performance gegenüber einem zuvor festgelegten Vergleichsindex ("Benchmark") anstreben. Auch Hedge-Fonds können auf dem falschen Fuß erwischt werden, vor allem dann, wenn die Manager noch relativ unerfahren sind. Fachleute schätzen, dass angesichts des Booms auf diesem weitgehend unregulierten Markt - die Mehrzahl der Hedge-Fonds hat ihren Sitz in karibischen Steueroasen - 40 bis 50 Prozent der neuen Akteure scheitern werden. Auch wenn man als Anleger über Zertifikate investiert, muss man sich informieren, welche Strategien die zu Grunde liegenden Hedge-Fonds dominieren.

Die wesentlichen Anlagestile sind:

Relative Value: Aus ähnlichen Long- und Shortpositionen bei Aktien, Wandelanleihen oder festverzinslichen Papieren sollen positive Bewertungsdifferenzen erwirtschaftet werden. Beispiel: temporäre Abweichungen der fairen Differenz zwischen einer Wandelanleihe und einer Aktie desselben Unternehmens.

Event Driven: Ausnutzen von Fusionen, Übernahmen oder Kurssprüngen nach Produktinnovationen, außerdem wird in Not leidende Gesellschaften investiert.

Equity Hedge: Suche nach unter- oder überbewerteten Unternehmen an den Börsen.

Directional Trading: Die Manager mit einem "Global Macro"-Ansatz haben eine explizite Meinung zu Ländern, Zinsen und Währungen und positionieren sich entsprechend. Dagegen werden bei "Managed Futures" statistische und technische Verfahren eingesetzt, um beispielsweise Trends in Derivate- und Rohstoffmärkten zu erkennen.

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