Hitzfeld verordnete „Kasernierung“ im Trainingslager am Tegernsee Bayern zum Siegen verdammt

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Die von Trainer Ottmar Hitzfeld verordnete "Kasernierung" im Trainingslager am Tegernsee hieß Kahn gut. "Wir sind in keiner guten Verfassung, deshalb muss man andere Maßnahmen ergreifen." Man müsse in Gesprächen versuchen, "die Verkrampfung in den Köpfen zu lösen" und interne Grabenkämpfe im Keim zu ersticken. "Das Schlimmste ist Gruppenbildung. Das habe ich immer versucht zu verhindern." Wichtig sei Geschlossenheit. Vermutungen über "eine Kluft zwischen mir und Michael (Ballack) und mir und der Mannschaft", seien "Quatsch".

Miteinander soll der geforderte Befreiungsschlag gelingen, nachdem die Mannschaft in Bundesliga und Champions League vom Erfolgskurs abgekommen ist. Warnende Worte von Trainer, Manager Uli Hoeneß und auch ihm selbst in den vergangenen Wochen waren offenbar auf taube Ohren gestoßen, wie Kahn glaubt: "Du musst offenbar erst die große Ohrfeige bekommen, um zu meinen, dass nicht alles in Ordnung ist."

Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge erwartet am Sonntag eine Reaktion der Mannschaft: "Ich hoffe, dass wir das erste positive Ergebnis einfahren können - aber dazu müssen wir uns steigern und zwar gewaltig", sagte er dem TV-Sender "Premiere".

Sechs Punkte beträgt bereits der Rückstand auf Tabellenführer VfB Stuttgart, der den Bayern offenbar auch in der Gunst der deutschen Fußball-Fans den Rang abzulaufen scheint. 70 % der Anrufer entschieden sich dafür, dass Sat.1 am 5. Spieltag der Champions League nicht das Bayern -"Endspiel" bei Celtic Glasgow live zeigt, sondern das Heimspiel der Schwaben gegen die Glasgow Rangers. "Dann sollen Sie halt den VfB anschauen. Beim Finale werden viele wieder uns anschauen", kommentierte Kahn dieses Fan-Votum.

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