John McCain Triumph des Einzelgängers

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In den letzten Tagen hatte Romney ein wahres Feuerwerk an Angriffen gegen McCain gezündet. Er brandmarkte dessen wiederholte Kooperation mit demokratischen Politikern wie Ted Kennedy und Russ Feingold. Romney warf McCain vor, wirtschaftspolitisch ein Anfänger zu sein und nicht zu wissen, wie man eine Regierung führt. Er verwies auf seine Erfahrung als Gouverneur von Massachusetts und als erfolgreicher Chef eines Unternehmens. Doch am Ende sollte das Trommelfeuer nichts nützen. Nicht dem superreichen Geschäftsmann Romney wurde die größere Kompetenz in Wirtschaftsfragen zugeschrieben, sondern McCain – einem Mann, der seit 25 Jahren sein Geld als Abgeordneter und Senator im Kongress in Washington verdient.

Nach rund einem Monat Vorwahlkampf kann im Wettkampf der Republikaner jetzt nur noch Romney gefährlich für McCain werden. Mike Huckabee bleibt zwar bis auf weiteres im Rennen, dem Überraschungssieger von Iowa geht es aber wohl nur noch darum, sich für künftige wichtige Aufgaben zu empfehlen. Wahlkampfbeobachtern fällt immer wieder auf, wie freundlich McCain und Huckabee miteinander umgehen. Das nährt Spekulationen, McCain könnte Huckabee mit auf sein Ticket nehmen – und ihm das Amt des Vizepräsidenten anbieten.

Für den Endspurt vor dem Super Tuesday am nächsten Dienstag, an dem die Republikaner in 22 Bundesstaaten ihren Kandidaten wählen, brauchen McCain und Romney jetzt vor allem Geld für ihre Wahlwerbung. Der chronisch notleidende McCain hat noch in der Wahlnacht von Florida auf seiner Webseite einen großen Spendenaufruf platziert.

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